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Wintersport David Ketterer: Stange für Stange

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Für David Ketterer beginnt die Saison im finnischen Levi. Foto: Eibner

Innsbruck, Montagnachmittag: David Ketterer kommt gerade vom Physio, der Rücken bereitet dem Slalom-Artisten des SSC Schwenningen Probleme. Doch bis zum Weltcup-Auftakt am 24. November im finnischen Levi ist ja noch etwas Zeit.

Die Rückenprobleme

Seit einigen Wochen macht sich der 26-Jährige also regelmäßig von München aus in Richtung Olympiastadt von 1964 und 1976 auf, um dort Bandscheibe und Wirbelsäule zu pflegen. "Das lohnt sich. Ich denke, dass ich diese langjährigen Probleme in den Griff bekomme", ist Ketterer optimistisch, dass ihn der lädierte Rücken nicht von seiner bisher besten Saison abhalten wird.

Das große Ziel

Der Schwenninger hat also im Winter 2019/20 viel vor. "Ich möchte regelmäßig unter die Top 20 kommen", weiß Ketterer, dass er dafür aber einfach mehr Konstanz auf den Slalompisten der Welt zeigen muss. "Ich muss sicherer werden, muss aber zudem stets mein Leistungspotenzial abrufen", stellt der Slalom-Spezialist klar. Übrigens – David Ketterer wird sich auch in der Saison 2019/20 ganz auf den Tanz durch den engen Stangenwald konzentrieren. Riesenslalom – daran denkt der Neckarstädter derzeit nicht.

Die große Chance

Umso mehr macht sich der 26-Jährige Gedanken, wie die deutsche Alpin-Welt im Jahr eins nach dem Rücktritt von DSV-Aushängeschild Felix Neureuther aussehen wird. "Dies wird für den Rest des Weltcup-Teams bedeuten, dass sie im Mittelpunkt stehen", sieht Ketterer im Rücktritt der deutschen Galionsfigur auch eine Chance. "Allerdings war es auch sehr gut, sich im Training mit so einem Weltklasse-Fahrer zu messen. Aber wir haben immer noch ein starkes Team", ist der Schwenninger froh, dass er sich in den Einheiten mit Dominik Stehle (Obermaiselstein), Linus Straßer (München) und Co. messen kann.

Die Vorbereitung

So auch noch in dieser Woche wieder am schneesicheren Mölltaler Gletscher (Österreich). "Und schon am 9. November fahren wir nach Levi. Dort können wir eine Woche lang auf der Weltcup-Piste testen, bevor wir in den Süden Finnlands zu weiteren Schneeeinheiten fahren", geht David Ketterer davon aus, topfit am 24. November zu sein, wenn es in Levi um die ersten Weltcup-Punkte des Winters geht.

Die heiße Phase

So richtig heiß wird es für die Slalom-Artisten im Januar 2020. "Dann stehen für uns sechs Rennen innerhalb von gut vier Wochen auf dem Programm", freut sich der Dritte der Nachwuchs-Mannschafts-WM von 2014 vor allem auf die Klassiker in Madonna di Campiglio, Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming. "Und im Februar steigt ein Weltcup in Japan. Dort war ich noch nie", ist Ketterer gespannt, was ihn in Yuzawa Naeba erwartet.

Das Syndesmoseband

Wichtig – das im Januar gerissene Syndesmoseband im rechten Fuß ist wieder völlig in Ordnung. "Ich bin ja schon wieder im März einen Weltcup in Kranjska Gora gefahren", machte sich der Schwenninger in der Folge eben viel mehr Gedanken um Wirbelsäule und Bandscheibe. So kam die Auszeit vom Skifahren zum richtigen Zeitpunkt. "Rund drei Monate lang habe ich nur Trockentraining gemacht", ging es erst wieder im August auf Schnee.

Die Auszeit

Fast noch wichtiger – die rund zwei Wochen, die David Ketterer in Jackson Hole, einem Tal in Wyoming (USA), verbrachte. Der Schwenninger lud bei seiner Freundin in den mächtigen Rocky Mountains den Akku für die lange Saison auf. "Das tat richtig gut", betont Ketterer.

Die zweite Heimat

Also – für nordamerikanische Verhältnisse – gar nicht so weit weg von der University of Colorado in Boulder, über die er sich auch mit dem Slalom-Gesamtsieg im Nor-Am-Cup (2016/17) für noch höhere Aufgaben empfohlen hatte. Auch deshalb feierte Ketterer im Januar 2017 am weltberühmten Ganslernhang in Kitzbühel sein Weltcup-Debüt. "Es wäre cool, wenn Slalom-Weltcups auch in Nordamerika stattfinden würden", bedauert der Neckarstädter, dass nur die Speed-Kollegen in Kanada und in den USA in diesem Winter ihr Können zeigen dürfen.

Das Wiedersehen?

Während also Abfahrer und Super-G-Liebhaber in Lake Louise (Kanada) und Beaver Creek (USA) Ende November und Anfang Dezember ihre Weltcup-Saison eröffnen, wird sich David Ketterer intensiv auf den vorweihnachtlichen Slalom von Val-d’Isère (Frankreich) und die Klassiker im Januar vorbereiten. Und wenn es dann doch zu einem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Teamkollegen Felix Neureuther kommen sollte, ist dies ein gutes Zeichen. Der 13-fache Weltcup-Sieger agiert in diesem Winter als TV-Experte der ARD. Vielleicht ist ja schon in Levi ein Interview nach der besten Weltcup-Platzierung des Schwenningers zu sehen. Bis jetzt steht hier noch ein 18. Rang von Saalbach vom Dezember 2018.

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