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Winterlingen Plätze zum Nisten in luftiger Höhe

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Gerhard Pfaff mit einem der Nistkasten für Mauersegler. Foto: Schwarzwälder Bote

Derzeit wird der Benzinger Wasserturm umfassend saniert. Auch die Mauersegler kommen dabei nicht so kurz. Für sie werden Nistplätze am Benzinger Wahrzeichen angebracht.

Winterlingen-Benzingen. Die Sanierung des Benzinger Wasserturms steht kurz vor dem Abschluss. Für rund 50 000 Euro, die je zur Hälfte vom Eigentümer des Turmes, der Gemeinde Winterlingen, und vom Förderverein Benzinger Wasserturm finanziert werden, erhält das Benzinger Wahrzeichen seit Ostern eine Rundumerneuerung. Seit gut 30 Jahren enthält der Turm aus dem Jahr 1923 kein Wasser mehr. In den 1990er-Jahren ging die Betreuung des denkmalgeschützten Gebäudes in die Hände des Fördervereins mit seinem Vorsitzenden Günter Hahn über. Das markante Gebäude ist eine beliebte Kulisse für Feste, Kunstausstellungen und standesamtliche Trauungen.

Das Gerüst, das derzeit den Wasserturm umkleidet, kam den Harthauser Vogelfreunden gelegen. Es ermöglichte ihnen problemlos, einige Nistkästen für Mauersegler in luftiger Höhe anzubringen.

Mauersegler wurden früher häufig als Turmschwalben bezeichnet, was mit ihrer Lebensweise auf hohen Burg- oder Kirchtürmen zusammenhängt. Da in den vergangenen Jahrzehnten viele Türme saniert und abgedichtet wurden, verloren viele Turmschwalben ihre angestammten Nistplätze in Mauernischen und Dachvorsprüngen.

Die Vogelfreunde aus Harthausen haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, an geeigneten Gebäuden künstliche Nisthilfen für die Mauersegler anzubringen. Die Kästen aus witterungsbeständigem Holzbeton in Benzingen sind mit einem ovalen Einflugsloch versehen, das nach unten zeigt. Das kommt dem speziellen An- und Abflugverhalten dieser eleganten Flugkünstler entgegen. Die Nabu-Ortsgruppe Albstadt hatte die Kästen für die Benzinger Turmaktion gespendet.

Die Helfer der Vogelfreunde brachten die Kästen auf einer Höhe von etwa 20 Metern unter einem kleinen Dachvorsprung an.

Bauhofmitarbeiter Alfred Naumann hatte neben Spezialwerkzeug auch einige Erfahrung in Sachen Nistkästen mitgebracht. Sowohl Nabu-Vorstandsmitglied Mathias Stauss aus Albstadt als auch Fördervereinsvorsitzender Günter Hahn freuten sich über das Gelingen dieser Aktion, zumal Türme die idealen Nistorte für diese Vögel seien. Die Vogelfreunde wissen jedoch aus Erfahrung, dass die Kästen von den Seglern nicht schon im ersten Jahr akzeptiert werden, sondern dass oftmals sogar Jahre vergehen können, bis die Turmschwalben darin brüten. Haben sie die Kästen jedoch einmal angnommen, kehren die Bewohner im Mai aus ihren afrikanischen Winterquartieren immer wieder zur Brut an diese Orte zurück.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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