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Winterlingen Ort, an dem Bürger zusammenkommen

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Ortsvorsteher Ewald Hoffmann (rechts) und sein Stellvertreter Marco Räffle halten den Bürgerpark an der Heubergstraße für eine super Sache. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Wie ein kleiner Garten steht er da, der neue Bürgerpark in der Ortsmitte von Benzingen. Wenn dann noch alles blüht, ist das Kleinod perfekt.

Winterlingen-Benzingen. Früher stand an diesem Platz neben der früheren Filiale der Winterlinger Bank an der Heubergstraße eine Tränke. Als diese ausgedient hatte, war die Fläche verwachsen und ungenutzt. Nun ist daraus ein kleiner Bürgerpark geworden, der vielmehr einem Garten ähnelt. Quer über die rund 200 Quadratmeter große Fläche führt ein Weg, die Rasensaat sprießt so langsam.

Die Ranke, unter der man auf einer Natursteinbank Platz nehmen kann, ist noch nackt, doch mit der Zeit sollen sich Blumen daran emporranken und ein florales Dach bilden. Zwei Bäume rahmen den Park ein; einer von ihnen war ein Geschenk des Musikvereins Sankt Marienkirchen in Österreich, den mit dem örtlichen Musikverein eine Freundschaft verbindet.

Auch leichte sportliche Betätigung wird im Park möglich sein: Zwei Outdoor-Fitnessgeräte sollen Menschen jeder Altersklasse zur Bewegung animieren: Eine Art Crosstrainer aus Metall und ein Gerät, das mit dem eigenen Körpergewicht den Oberkörper trainiert.

"Bei der Gestaltung dieses Platzes durfte jeder mitreden", erklärt Ortsvorsteher Ewald Hoffmann. Dazu wurde im Ort zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen, eine Mischung aus zwei Vorschlägen wurde schließlich umgesetzt. "Wir wollten hier nicht grillen, kein Fußballspielen, keinen Lärm und kein Wasser", fasst Hoffmann die Ergebnisse der Umfrage zusammen. "Es sollte ein Ort entstehen, wo Bürger zusammen kommen."

140 000 Euro Förderung

Das Projekt ist eigentlich Teil der Straßenerneuerung "In der Au". 2014 nahm Benzingen am Landesprojekt "Unser Dorf hat Zukunft" teil und gewann eine Förderung von 140 000 Euro für eine Wohnfeldmaßnahme. Das Geld war jedoch für eine Wohnfeldmaßnahme im geschlossenen Bereich gedacht. Das heißt: Die Förderung gab es nur, wenn das Geld in einen Platz fließt und damit etwas Bürgernahes entsteht. Im vergangenen Jahr rückte schließlich die Straßenbaufirma an, die Mitarbeiter des Bauhofs verrichten einen Großteil der Arbeit.

Um die Pflege des Platzes muss sich die Ortschaft keine Gedanken machen: Allen gemeindlichen Plätzen sind Paten zugeordnet; um den neuen Bürgerpark kümmern sich künftig die direkt angrenzenden Nachbarn. Auch wenn der Park jetzt schon für alle Bürger offen steht – der kirchliche Segen fehlt noch. Im Anschluss an den Ostergottesdienst am Sonntag, 21. April, wird Pfarrer Nikolaus Ostrowitzki den Park einweihen. Ortsvorsteher und Gemeinderäte werden im Beisein der Bürger das rote Band durchschneiden. "Dann ist der Park geöffnet und die Wohnumfeldmaßnahme geschlossen", sagt Hoffmann.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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