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Winterlingen 2020 hat dem Wald abermals zugesetzt

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Vor der der Sitzung des Ortschaftsrates lud Ortsvorsteher Emil Oswald (rechts) in die Festhalle ein und informierte über den Stand der Sanierungsarbeiten. Dabei war auch Revierleiter Michael Schmid (vorne rechts), der im Anschluss den Hiebs- und Kulturplan 2021 vorstellte.Foto: Gauggel Foto: Schwarzwälder Bote

Winterlingen-Harthausen (gau). Bevor sich die Harthausener Ortschaftsräte in der Sitzung im DRK-Raum in der Mehrzweckhalle an die Tagesordnung gemacht haben, lud Ortsvorsteher Emil Oswald einen Stock tiefer ein: Die Ortschaftsräte und einige Winterlinger Gemeinderäte machten sich ein Bild vom Sanierungsfortschritt der Harthauser Halle (wir berichteten). Zurück im DRK-Raum stellte Revierleiter Michael Schmid den Hiebs- und Kulturplan für das Waldwirtschaftsjahr 2021 vor.

Auch das laufende Jahr hatte es in sich: Der Sturm "Sabine" zu Jahresbeginn, die enorme Trockenheit und Borkenkäfer-Schäden sind nicht spurlos am Winterlinger Gemeindewald vorbeigegangen. Der Holzpreis ist im Keller und so rechnet Schmid auch in diesem Jahr mit einem Defizit im Waldhaushalt. Das Defizit werde allerdings deutlich geringer als 2019 ausfallen, schätzt der Experte.

Denn es gibt Licht am Ende des Tunnels: Schmid sieht steigende Nachfrage nach gutem Qualitätsholz für die boomende Bauwirtschaft und den Export. Sorgen bereitet dem Förster aber, dass sich schon im August bei vielen Buchen die Kronen gelichtet hätten. Grund dafür ist die extreme Trockenheit in den vergangenen Jahren. Daher sei es fraglich, ob diese Bäume im kommenden Frühjahr wieder austreiben und letztlich überleben. Den Räten erklärte der Revierleiter, dass sich der gemeindliche Forst künftig stärker auf das Kerngeschäft im Wald und die Holznutzung konzentrieren wird. Daher werden ab dem kommenden Jahr keine Forstwirte mehr in Straßberg und im Stiftungswald Benzingen zum Einsatz kommen.

Die Ruhebänke auf der Feldflur und die Grillstelle am Zimmerplatz werden künftig vom Bauhof betreut. Alle weiteren wichtigen Sozialfunktionen des Waldes wie die Harthauser Pflanzschulhütte und die waldpädagogischen Veranstaltungen bei der Gereuthütte bleiben in der Zuständigkeit des Försters.

Förster setzen auf die Naturverjüngung

Nach der Zwischenrevision durch die Forstdirektion Freiburg im Juni soll es auch in den kommenden Jahren bei einem geplanten Hiebsatz von 17 000 Festmetern im Winterlinger Gemeindewald bleiben. Auf der Harthauser Gemarkung mit einer Waldfläche von 702 Hektar sind für 2021 in der Hauptnutzung 4150 Festmeter und in der Vornutzung bei der Pflege des Jungwaldes 1600 Festmeter im Hiebsplan vorgesehen. Nach dem Kulturplan werden im Harthauser Wald 500 Nadelbäume – vorwiegend Douglasien und Lärchen – und 1300 Laubbäume wie Stiel- und Roteichen sowie Esskastanien gepflanzt.

Revierleiter Michael Schmid betonte, dass man jedoch auf nahezu der gesamten Fläche vollständig auf die Naturverjüngung setze und darauf hoffe, dass angesichts des Klimawandels daran angepasste Arten sich durchsetzen werden und den Gemeindewald damit für die Zukunft rüsten.

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