Sechs Wochen nach dem Brandanschlag auf Ausländer in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) sitzen vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Foto: dpa

Nach dem Brandanschlag auf Ausländer in Winterbach sitzen vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft.

Winterbach - Sechs Wochen nach dem Brandanschlag auf Ausländer in Winterbach (Rems-Murr-Kreis) sitzen vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen. Wie die Polizei in Waiblingen mitteilte, kamen am Donnerstag und Freitag drei Rechtsradikale ins Gefängnis: ein 21 Jahre alter Mann aus Berglen (Rems-Murr-Kreis) und zwei Männer aus dem Kreis Calw im Alter von 21 und 23 Jahren. Bereits am 12. Mai war ein 20-Jähriger aus dem Kreis Ludwigsburg festgenommen worden. Am 10. April hatten sich in Winterbach fünf türkisch- und italienischstämmige Männer nach einem nächtlichen Streit mit einer Gruppe Rechtsradikaler in einer Gartenhütte verbarrikadiert. Die Angreifer zündeten daraufhin die Hütte an; die jungen Ausländer konnten sich in letzter Minute ins Freie retten. Auf der Flucht wurde einer der Männer von drei Tätern zusammengeschlagen und verletzt. Er blieb mehrere Tage im Krankenhaus. Fünf weitere Männer wurden leicht verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass die Gruppe der Angreifer aus etwas weniger als zehn Menschen bestand. Um den Fall aufzuklären, verfolgen 32 Ermittler weiterhin mehr als 250 Spuren.