In einer Fotomontage hat die Bürgerinitiative Windkraft Bitz eine Vorstellung entworfen, wie die Aussicht von der Bitzer Ulmenstraße aus in Richtung Winterlingen aussehen könnte, sollten Windräder errichtet werden. Beim ersten Versuch waren sieben an der Zahl vorgesehen – nun werde mit Zwölf geplant. Foto: BI Windkraft

Jochen Lottermoser aus Bitz wundert sich in seinem Leserbrief ob der unklaren Haltung des Bitzer Gemeinderates zum Thema Windkraft – und erinnert daran, worum es in der Debatte eigentlich geht.

Aufgrund aktueller Berichterstattung zum Thema Energiegewinnung durch Windkraft und Photovoltaik-Anlagen, ist die Diskussion auch in unserer Region erneut entbrannt. Der Regionalverband Neckar-Alb hat Flächen für den Ausbau solcher Industrieanlagen ausgewiesen, die Land auf Land ab auf Widerstand stoßen.

 

Auch der Gemeinderat Bitz hatte sich in einer Sitzung mit der Thematik zu befassen und kam dabei – unverständlicher Weise – zu keiner klaren Entscheidung. Das nimmt insofern Wunder, als dieser 2016 das gesamte Windradprojekt im Wald zwischen Winterlingen und Bitz, quasi vor „unserer Haustüre“, wie andere Gemeinden auch, einstimmig ablehnte.

Der Wald zwischen Bitz und Winterlingen ist und bleibt ungeeignet

Die vielfältigen Gründe für die damalige Entscheidung sind unverändert auch heute gültig! Deshalb stelle ich – auch im Namen der Bitzer Bürgerinitiative Windkraft – noch einmal klar, um was es hier eigentlich geht: Es geht nicht darum, ob man für oder gegen erneuerbare Energiegewinnung ist; ob man die viel beschworene Energiewende für gescheitert ansieht oder die politisch gewollte Elektrifizierung für sinnvoll oder baren Unsinn hält.

Hier und jetzt geht es rein um den ungeeigneten Standort für einen Windräder-Ausbau, das Waldgebiet zwischen Bitz und Winterlingen, den der Regionalverband aktuell ausgewiesen hat. Wer sich in den vergangenen acht Jahren nur ein wenig informiert hat und die Faktenlage kennt – all die Fakten, die das „Ungeeignet“ überzeugend belegen –, kann einem solchen Vorhaben nicht zustimmen.

Jochen Lottermoser, Bitz

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