Entspricht nicht den Standards: Das Dickhäuter-Domizil des Zoologisch-botanischen Gartens Foto: Max Kovalenko

Das neue Elefantenhaus der Wilhelma könnte gebaut werden, wenn der Rohbau für den Rosensteintunnel fertig ist. Doch das Vorhaben verzögert sich wohl.

Stuttgart - In zwei Jahren könnte mit dem Bau eines neuen Elefantenhauses begonnen werden, doch das ist beim derzeitigen Stand der Planungen fast ausgeschlossen.

Das Land, das für den Bau zuständig ist, hat bisher weder das Anforderungsprofil benannt noch eine Machbarkeitsstudie erstellt, noch den Architektenwettbewerb ausgelobt, der auf europäischer Ebene stattfinden muss. Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin rechnet mit dem Architektenwettbewerb deshalb eher im Jahr 2017, mit dem Bau des neuen Dickhäuter-Domizils dann später als 2018.

Lange galt der Bau des Rosensteintunnels als maßgeblich für den zeitlichen Ablauf der Baumaßnahmen im zoologisch-botanischen Garten der Landeshauptstadt. Denn zuerst müssen die Tunnelrohbauten abgeschlossen sein, bevor unmittelbar darüber die ­Behausungen für Elefanten in Angriff genommen werden können. Nun allerdings sind die Tunnelbauer schneller als gedacht vorangekommen, laut Tiefbauamt der Stadt Stuttgart steht der Tunnelrohbau schon im Jahr 2018. Damit wäre der Weg für den Wilhelma-Chef frei – und der Termin entspräche genau seiner ursprünglichen Zeit­planung.

In diesem Jahr wird zumindest die Stadtbahnhaltestelle fertig

Doch das Land ist in Verzug. An der fehlenden Datenlage liegt es nicht, dass die Landesbauverwaltung noch keine Ergebnisse vorweisen kann; die Wilhelma hat dem Ministerium schon vor geraumer Zeit einen Katalog der Notwendigkeiten vorgelegt. Aus gut informierten Kreisen verlautet, dass das Elefantenhaus mindestens so viel wie das Affenhaus, also 22 Millionen, kosten soll.

Ende Juli, Anfang August, also rechtzeitig zu den Sommerferien, wird zumindest die direkt vor den Haupteingang verlegte Stadtbahnhaltestelle in Betrieb gehen. Damit wird der Zugang in den Zoo für die Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, um einiges attraktiver.