Die Sulzer Gemeindehalle soll saniert werden – doch zunächst müssen die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben werden. Foto: Priestersbach Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeindehalle: Wildberger Rat befasst sich mit aktuellem Stand des Gebäudes in Sulz / Mehr als zwei Millionen Euro Kosten

Die 1953 errichtete Sulzer Gemeindehalle ist im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats per Videoschalte informierte die Verwaltung über den aktuellen Sachstand.

Wildberg. Bereits im vergangenen September hatte der Wildberger Gemeinderat grünes Licht für einen Förderantrag zur Modernisierung der Halle gegeben – wobei die Sanierungskosten auf deutlich mehr als zwei Millionen Euro geschätzt werden. Ziel ist es daher, im Rahmen der Städtebauförderung in den Genuss von Zuschüssen für die Sanierung von Sportstätten innerhalb von Sanierungsgebieten zu kommen.

"Wir machen heute keine Bauplanung", erklärte Bürgermeister Ulrich Bünger, dass das Gremium aber wissen müsse, "wo wir gerade stehen".

Mit Blick auf die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen geht der Rathauschef davon aus, dass "wir nicht vor dem Frühjahr 2022 auf eine Baustelle kommen werden". Zudem habe man sich im Gespräch mit den Vereinen sehr intensiv über die Möglichkeiten ausgetauscht – aber ebenso mit den Grenzen eines Nutzungskonzeptes beschäftig. Dabei sei ein "guter Weg" aufgezeigt worden, wie Bünger anmerkte.

Wie Bauamtschef Arthur Sadlers den Räten mitteilte, sei das zweistufige Ausschreibungsverfahren für die Planungsleistungen recht komplex, weshalb man im Rathaus erst in der Juli-Sitzung mit einer Vergabe rechnet. "Eine frühere Vergabe wird nicht möglich sein", so Sadlers. Mit Blick auf das fruchtbare Planungsgespräch mit den Nutzern der Gemeindehalle skizzierte er folgende Zielvorgaben: Der Zugangsbereich soll durch einen Foyer-Anbau im bisherigen Küchenbereich verbessert werden, mit dem zusätzlich eine Barrierefreiheit erreicht werden könnte.

Gedacht wird außerdem an einen neuen Küchenanbau, während eine Vergrößerung der Sportfläche schon aus statischen Gründen nicht möglich sei. Klar hatte man in den Gesprächen auch das Thema Neubau erörtert, doch der Bauamtschef betonte: "Das ist wirtschaftlich in keinster Weise darstellbar."

Von einem positiven Gespräch mit den Hallennutzern berichtete auch der Sulzer Ortsvorsteher Rolf Dittus. Er unterstrich, dass die Vereine weiter in den Planungsprozess eingebunden werden müssten. Wie Dittus ebenfalls anmerkte, sei die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen dem Umstand geschuldet, dass man mit einer Förderung der Hallensanierung aus Landesmitteln rechne. Vor diesem Hintergrund müsse man die zeitliche Verzögerung "einfach aushalten", so der Ortsvorsteher.

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