Vor beiden Toren war in Ingolstadt jede Menge geboten. Hier zeigt Wild-Wings-Kapitän Travis Turnbull (Mitte) eine schon artistische Einlage. Foto: Eibner

Eishockey: Schwenninger verlieren gegen Ingolstadt mit 1:3. Dylan Yeo muss verletzt raus.

In der Gruppe Süd der DEL haben die Wild Wings am Dienstagabend in Ingolstadt mit 1:3 verloren. Das Endergebnis ist deutlicher, als es der Spielverlauf war. Schwenningen hatte Pech mit allein drei "Metalltreffern". Jedoch hätte bei den Druckphasen der Wild Wings aber auch insgesamt mehr Zählbares herausspringen müssen.

Schwenningens Coach Niklas Sundblad hatte überwiegend eine offene Partie gesehen: "Ingolstadt hat sehr gut verteidigt, aber wir müssen einfach mehr Tore machen."

Wild Wings in der Unterzahl

Das Spiel hätte fast mit einem Paukenschlag aus Schwenninger Sicht begonnen, denn nach nur 24 Sekunden tauchte Gäste-Kapitän Travis Turnbull vor Ingolstadts Keeper Michael Garteig alleine auf, doch Turnbull konnte die Scheibe nicht im Tor der Bayern unterbringen.

Die Panther hatten dann im ersten Drittel mehr vom Spiel, jedoch besaßen die Wild Wings (7.) eine nächste gute Chance zur Führung. Doch Alex Weiß scheiterte nach einem Bilderbuchangriff über Tylor Spink. Auf der anderen Seite hatte Schwenningens Keeper Joacim Eriksson jede Menge Arbeit. In der 17. Minute fiel die 1:0-Führung für die Gastgeber, als Tim Wohlgemuth eine schlechte Abstimmung in der Wild-Wings-Defensive zum 1:0 nutzte.

In der 25. Minute verzeichnete Travis Turnbull eine große Möglichkeit nach seinem Solo, doch sein Schuss landete an der Ingolstädter Latte.

Dann hatten sich Dylan Yeo (Schwenningen) und Brandon DeFazio (28.) in den Haaren. Als Yeo bei dem kurzen Kampf zu Boden ging, knickte er derart schlimm mit dem Bein um, dass der Verteidiger frühzeitig verletzt raus musste. Eine genaue Diagnose wird es wohl am Mittwoch geben.

Die Neckarstädter überstanden anschließend zunächst eine doppelte Unterzahl und machten in den letzten Minuten des Mitteldrittels viel Druck. Ein Schuss von Johannes Huß von der blauen Linie (37.) endete am Pfosten. Bitter für die Gäste: Gleich im Gegenzug "duschten" die Ingolstädter ihren Gegner mit dem 2:0 (38.) eiskalt ab.

"Bis jetzt kein gutes Spiel"

Auch Alex Weiß sah bei seinem Team in der zweiten Pause zwar die "Pechquote", war aber ebenfalls sehr selbstkritisch: "Wir machen bis jetzt kein gutes Spiel und müssen uns im letzten Drittel steigern", forderte er.

In diesem drückten die Wild Wings auf einen schnellen Anschlusstreffer, doch in ihren Angriffen ließen sie in dieser Phase etwas Schnelligkeit und vor allem Effektivität vermissen. Zum Beispiel konnten sie ein doppeltes Überzahlspiel nicht nutzen. Ingolstadt sorgte dafür durch das 3:0 von Morgan Ellis (53.) für eine Vorentscheidung. Die Wild Wings schafften im Powerplay zwar noch den 1:3-Anschlusstreffer durch Tyson Spink (56.), aber mehr war für die Gäste nicht mehr drin, weil auch ein Schuss von Andreas Thuresson nur am Pfosten landete.

Tyson Spink war nach dem Schlusszeichen enttäuscht: "Wir hatten teilweise zwar Pech, aber wir müssen im nächsten Spiel am Samstag daheim gegen Nürnberg wieder härter arbeiten." Ingolstadt – Wild Wings 3:1 (1:0/1:0/1:1). Tore: 1:0 Wohlgemuth (16:55), 2:0 Simpson (37:18) 3:0 Ellis (52:42/5:4), 3:1 Tyson Spink (55:08/5:4). Strafen: Ingolstadt: 18 – Wild Wings: 16. Schiedsrichter: Marc Iwert/Lukas Kohlmüller (Harsefeld/Erding).

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