Das Januarwetter in Furtwangen war feucht und warm. Der Monat gehörte zu den schneeärmsten in den vergangenen Jahrzehnten und war von erheblichen Temperatursprüngen gekennzeichnet. Wirklich kalte Tage gab es nur sehr wenige.
Auch der Januar war in Furtwangen zu warm – wie schon alle acht Monate zuvor. Die Niederschläge waren üppig, doch die Schneemengen blieben aufgrund der milden Witterung sehr gering. Die Sonne zeigte sich unterdessen mittelmäßig.
Temperaturen Mit einer Mitteltemperatur von 0,7 Grad war der Januar an der Wetterstation auf dem Kussenhof um 2,6 Grad zu mild. Als Vergleichswert dient dabei der langjährige Durchschnitt seit Messbeginn 1979. Der Januar war der sechstwärmste bisher; an der Spitze der Statistik steht der Januar 2020 mit 1,9 Grad, am kältesten war der Januar 1985 mit minus 8,0 Grad.
Bei einer Tiefsttemperatur von minus 11 Grad am 16. Januar mag der vergangene Monat kurzfristig kalt erschienen sein. Doch es gab in diesem Januar gerade zwei Tage mit zweistelligen Minusgraden – im Januar 1985 gab es derer 17. Ein mittlerer Januar kam in den letzten 45 Jahren auf immerhin fünf Tage mit minus zehn Grad und weniger. Mit nur 17 Frosttagen blieb der Januar 2024 auch in dieser Hinsicht unter dem langjährigen Durchschnitt von 25 Tagen.
Wirkliche Kälte gab es in den Achtzigern: Im Januar 1985 sank das Thermometer an der Wetterstation auf minus 24,5 Grad, zwei Jahre später sogar auf minus 25 Grad. Im vergangenen Monat waren dagegen eher die warmen Tage ungewöhnlich. Mit 14,5 Grad war der 29. Januar der wärmste Tag des Monats. Er kam damit dem bisher höchsten Januarwert von 16,5 Grad, gemessen am 30. Januar 2002, schon recht nahe.
Temperatursprünge Auffallend waren im Januar mehrere Frontensysteme, die erhebliche Temperatursprünge bescherten. In der Nacht zum 17. Januar stieg die Temperatur binnen einer Stunde um sieben Grad – um dann anderthalb Tage später mit einer Kaltfront binnen fünf Stunden wieder um 10,4 Grad zu fallen.
In der Nacht zum 21. Januar brachte dann um vier Uhr eine neuerliche Warmfront binnen zehn Minuten einen Temperatursprung um 2,7 Grad, binnen 50 Minuten sogar um 7,1 Grad.
Niederschläge Die Niederschläge waren reichlich. Mit 231 Litern pro Quadratmeter wurde der langjährige Mittelwert um 23 Prozent übertroffen. Die Regenmengen verteilten sich relativ gut über den Monat. Selbst der regenreichste Tag – der 2. Januar – blieb mit knapp 37 Litern pro Quadratmeter nur mäßig feucht. Drei weitere Tage überschritten die Marke von 30 Litern. Der Spitzenwert für einen Januartag liegt seit 1995 bei 76,6 Litern.
Schnee Nur weniger als ein Zehntel der Monatsniederschläge ging als Schnee nieder – üblich sind rund 45 Prozent. Somit kam die Schneehöhe im ganzen letzten Monat nicht über neun Zentimeter hinaus; der bescheidene Maximalwert wurde am 15. Januar gemessen. Immerhin hat es diesen Winter vom 27. November bis 9. Dezember schon 13 Tage mit mindestens 30 Zentimeter Schnee gegeben – eine Marke, die in Statistiken immer gewählt wird, um die Zahl der Wintersporttage zu berechnen.
Im Monatsmittel für den Januar 2024 ergab sich nur eine mittlere Schneehöhe von knapp zwei Zentimetern. Normal sind im Januar 27 Zentimeter. Damit steht der vergangene Monat in der bisherigen Furtwanger Wetterstatistik auf Platz drei in Sachen Schneearmut. Nur in den Jahren 1990 und 1988 gab es im Januar noch weniger Schnee, 2020 war die Situation der diesjährigen vergleichbar. Der Spitzenwert wurde im Januar 1981 mit durchschnittlich 154 Zentimetern verzeichnet.
Sonneneinstrahlung Die Sonneneinstrahlung lag im Januar nahe ihres langjährigen Mittelwerts von 35 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Den höchsten Tageswert erreichte die Einstrahlung – von Meteorologen Globalstrahlung genannt – am 28. Januar mit 2,6 Kilowattstunden pro Quadratmeter, der niedrigste Wert datierte auf den 17. Januar mit 0,2 Kilowattstunden.
Ausblick Mit der wieder zunehmenden Tageslänge sind im Februar zum Monatsende wieder Tageswerte über vier Kilowattstunden möglich. In der Monatssumme kommen in der Regel etwa 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter zusammen. Die Niederschläge belaufen sich im Mittel auf 154 Liter pro Quadratmeter, wobei im Jahr 1990 sogar 139 Liter an einem Tag fielen.
Gut die Hälfte der Niederschläge fällt im Februar laut langjähriger Statistik als Schnee und beschert eine durchschnittliche Schneehöhe von 35 Zentimetern. Der schneereichste Kalendertag war in den vergangenen 45 Jahren im Mittel der 24. Februar mit einer Schneedecke von 38 Zentimetern. Der höchste Einzelwert wurde am 1. Februar 1981 mit 196 Zentimetern gemessen.