Im Floraparadies Weißer in Niedereschach-Schabenhausen geben Experten wertvolle Tipps.
Pflanzen – dies ist sogar wissenschaftlich bewiesen – sind nicht nur eine Augenweide sie fördern auch die körperliche und seelische Gesundheit.
Blühende Pflanzen im Garten oder Balkon, sattes Grün oder bunte Blätter von Sträuchern und Stauden, leckeres Gemüse oder Obst – all dies kann wirklich Jedermann selbst genießen. Wie das möglich ist, erlebt man im Floraparadies Weißer in Niedereschach. Der Zauber der Pflanzen oder die Magie der eigenen Gemüse oder Kräuter, hier werden jährlich eine Million Zier-, Gemüse- und Baumschulpflanzen auf eigener Produktionsfläche gezogen.
Geballtes Wissen
Leider sei das Wissen rund um die Pflanzenwelt bei vielen Bürgern nicht mehr vorhanden oder sie würden durch die unterschiedlichsten Informationen einfach verunsichert. Im Floraparadies der Familie Weißer, das sicherlich als Paradies für alle Natur-, Pflanzen- und Blumenfreunde bezeichnet werden darf, ist dieses Know-how in geballter Kraft vorhanden. Natürlich könne man im Familienbetrieb nachfragen, doch durch die entsprechenden Hinweise kann der Besucher und Käufer hier einiges schon selbst erfahren.
Zeitpunkt ist entscheidend
Ganz wichtig sei die Pflanzzeit, so Firmenchef Uli Weißer, meist werde einfach zu früh ins Freie gepflanzt. Als erstes könne Anfang April der Salat angepflanzt werden, es folgen Kohlrabi und Radieschen Mitte April. Anfang Mai ist dann Sellerie, Lauch und Kohl an der Reihe.
Die Anpflanzzeit für Tomaten, Gurken, Melonen und Kürbisse im Garten ist ab Mitte Mai. Doch auch hier sollte immer das Wetter im Auge behalten werden, bei anstehendem Nachtfrost sollten die Pflanzen mit einem Vlies abgedeckt werden. Wer Paprika anpflanzen möchte, der muss einen geschützten Standort wählen. Zum Beispiel einen Topf an der Hauswand. Auf die gleiche Weise können auch Tomaten angepflanzt werden – selbst wenn man keinen eigenen Garten hat.
Wichtig, dies untermauert auch Gärtnerin Hildegard Müller, ist für die Topfpflanzungen eine gute Erde, wobei extra Tomatenerde wegen ihrer Nährstoffe von großem Vorteil sein kann. Auch bei Blumen sollte man auf eine gute Erde achten, verrät der Firmenchef. Zudem sollte der Topf genügend groß sein. Eine Renaissance erfahren die Kräuter, die nicht nur im Garten sondern auch in Töpfen wachsen. Ein wichtiger Punkt ist das regelmäßige Gießen, was bei Pflanzen im Topf noch wichtiger als fürs Gartenbeet ist. Nicht vergessen darf man das Düngen, welches zwei Wochen nach der Auspflanzung beginnt. Danach bedarf es einer Düngung einmal pro Woche.
Nicht zu viel Dünger
Allerdings, warnt der Firmenchef, sollte man es mit dem Düngen nicht übertreiben, denn zu viel Dünger mache die Wurzeln kaputt. Gemüse benötigt Naturdünger, Pflanzen Mineraldünger. Vor der Auspflanzung sollte auch auf den richtigen Platz geachtet werden. So lieben Gurken den Halbschatten, während Tomaten die Sonne bevorzugen.
Derzeit warten außerdem viele Zwiebelblumen wie Narzissen, Tulpen, Märzenbecher, Vergissmeinnicht, Primeln und viele mehr im Floraparadies. Wenn diese verblüht sind, können sie im Boden eingepflanzt werden, am besten doppelt so tief wie die Zwiebel selbst.
Das Floraparadies, mit dem Streichelzoo, Spielplatz, sprechenden Papageien, dem Inklusionscafé, dem großen regionalen Verkaufsmarkt, gilt als Attraktion und Erlebnis für alle Generationen.
Das Floraparadies Weißer
Das Familienunternehmen Floraparadies Weißer
hat Vater Werner in den 1950er-Jahren also vor über 70 Jahren als Verkäufer von Obst, Gemüse und Schnittblumen und Mitinitiator des Villinger Wochenmarkts aus der Taufe gehoben. Heute ist daraus ein Vorzeigebetrieb nicht nur in Sachen Flora und Fauna geworden, sondern hier werden auch Menschen mit Handicap beschäftigt, Fachkräfte mit breitem Wissen ausgebildet und der regionalen Landwirtschaft eine Verkaufs-Möglichkeit geboten.