Der Weihnachtsmarkt soll in diesem Jahr auf den Freudenstädter Marktplatz zurückkehren. Im Vergleich zum früheren Konzept wird es aber auch einige Neuerungen geben. Unsere Redaktion liefert den Überblick, was genau die Stadtverwaltung plant.
Es war in den vergangenen Jahren das Aufregerthema schlechthin in Freudenstadt: Seit der Corona-Pandemie gibt es auf dem Freudenstädter Marktplatz keinen Weihnachtsmarkt mehr. Jahr für Jahr musste der Weihnachtsmarkt abgesagt werden, weil nicht genug Beschicker gefunden wurden, um den riesigen Marktplatz zu füllen.
Bald wurde Kritik laut, dass die Stadtverwaltung an der Misere nicht ganz unschuldig ist. „In der Vergangenheit ist immer angezweifelt worden, dass wir den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz haben wollen. Dem war aber nie so“, beteuerte Oberbürgermeister Julian Osswald (CDU) während einer Pressekonferenz am Montag. „Natürlich war es immer das Ziel, den Weihnachtsmarkt auf den Marktplatz zu bringen.“
Änderungen wird es geben
Und tatsächlich hat Osswald nun ein ziemlich gutes Argument, um zu belegen, dass es die Stadtverwaltung mit dem Weihnachtsmarkt ernst meint. Denn die Stadtverwaltung hatte gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Freudenstadt Tourismus die Pressekonferenz einberufen, um eine gute Nachricht zu verkünden: Der Weihnachtsmarkt kehrt auf den Marktplatz zurück.
Dabei wird es aber durchaus einige Änderungen gegenüber des früheren Konzepts geben. So wird der Weihnachtsmarkt nicht mehr zehn Tage am Stück geöffnet sein, sondern stattdessen an zwei langen Wochenenden, jeweils von Donnerstag bis Sonntag und zwar vom 5. Dezember bis zum 8. Dezember und vom 12. Dezember bis zum 15. Dezember.
Offenbar hat diese Entscheidung maßgeblich dazu beigetragen, dass nun wieder ein Weihnachtsmarkt zustande kommt. „Ein großer Hinderungsgrund waren die zehn Tage“, erklärte Osswald. „Uns haben die Beschicker gesagt: ‚Das kriegen wir nicht hin.‘“ Denn gerade viele Kunsthandwerker würden nur nebenberuflich Weihnachtsmarktstände betreiben.
Um attraktiver für die Beschicker zu werden, gibt es nun auch die Möglichkeit, eine Hütte nur für ein verlängertes Wochenende zu buchen. An dem Wochenende darauf kann die Hütte dann von einem anderen Händler genutzt werden. Die Besucher hätten dann einen weiteren Grund, mehrmals auf den Weihnachtsmarkt zu kommen, hofft Tourismusdirektorin Carolin Schölzl.
Eisstockbahn und Karussell
Und auch die Vereine sollen eingebunden werden. „Es wird auch Hütten für Vereine, Schulen und soziale Einrichtungen geben“, erklärte Schölzl. „Die werden wir kostenfrei zur Verfügung stellen.“ Und auch hier sei denkbar, dass sich die Einrichtungen beim Betrieb der Hütten abwechseln.
Zusätzlich plant die Stadt, eine Eisstockbahn aufzubauen. Auch ein Karussell soll es geben. „Das wird sich aber auf ein Karussell beschränken“, stellt Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha klar. Es solle kein Rummelplatz werden.
Offizieller Veranstalter des Weihnachtsmarkts ist die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und der Freudenstadt Tourismus. Damit es diesmal aber klappt, genug Beschicker zu finden, hat die Stadt zwei Organisatoren an Bord geholt, die sich in der Branche auskennen.
So soll sich Harry Kläger um die Gastronomie kümmern und Michael Lepple um das Thema Kunsthandwerk. Und es gibt offenbar schon die ersten Interessenten. So berichtete Kläger, er habe bereits 15 Anfragen von Gastronomen. Und Lepple konnte von 25 Anfragen von Kunsthandwerkern berichtet. „Ich hoffe, dass wir circa 40 Hütten zusammenkriegen“, meinte Latscha.