Die Arbeiten auf dem Waldenserfriedhof in Neuhengstett sollen noch in diesem Herbst abgeschlossen werden. Foto: Fritsch

Baustelle: Waldenserfriedhof: Arbeiten nahezu vollendet / Bürgereröffnung im kommenden Jahr

Auf dem Waldenserfriedhof geht’s voran. Etliche Baumaßnahmen sind bereits weit fortgeschritten. Die Arbeiten im Waldenserpark sowie das Depotgebäude sind bald abgeschlossen. Nun folgt die Feinarbeit.

Althengstett-Neuhengstett. Die Bauarbeiten auf dem Waldenserfriedhof in Neuhengstett sind weit fortgeschritten, wie Sabrina Pröll vom Bauamt auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt: "Es geht nun an die Feinarbeit." Die Aufgaben rund um die Medientechnik wurden bereits vergeben.

Im Waldensergarten wurden nicht nur Erdarbeiten vorgenommen und die Leerrohre verlegt sowie die Starkstromkabel eingezogen. Auch der Wegebau wurde abgeschlossen. Hierfür wurden unter anderem auch der Baugrund verbessert, denn ohne diese würden sich "das Pflaster bei Belastung sehr schnell setzen", erzählt Pröll. Der tonige Baugrund hielt beim Plattendruckversuch nicht stand und erforderte den Einbau von Schroppen.

Liebgewonnene Mispel erfolgreich verpflanzt

Außerdem wurden Pflasterarbeiten gemacht, Wasserleitungen verlegt und eine Retentionszisterne eingebaut. Das eingefangene Regenwasser soll zur Bewässerung des Gartens genutzt werden. Ein besonderer Aspekt: Die liebgewonnene Mispel wurde nach dreistündiger Arbeit mit einer großen Rundspatenmaschine erfolgreich verpflanzt. "Wir haben großes Glück, da das Projekt sehr anspruchsvoll ist", erläutert Pröll und lobt die gute Zusammenarbeit mit Planern und Handwerkern auf der Baustelle.

Die Wiederherstellung einer Natursteinmauer sorgte allerdings für eine Verzögerung des Baus. "Das Landesamt für Denkmalpflege forderte einen speziellen Mörtel, welcher ohne das erforderliche Bindemittel Zement auskommt", erläutert Pröll. Dafür gab es einen erhöhten Abstimmungsbedarf. Schlussendlich entschieden sich die Verantwortlichen für einen Trasskalkmörtel. "Coronabedingt gab es längere Wartezeiten bei der Materialbestellung", führt Pröll aus. Zudem konnte durch "starke und ausdauernde Regenfälle" zeitweise der Erdaushub nicht wie geplant auf die Erddeponie abgefahren werden.

Für das neue Depotgebäude, in dem die Ausstellungsobjekte gelagert werden, wurden ebenfalls Erdarbeiten aber auch Entwässerungs- und Betonarbeiten vorgenommen. Zudem wurde das Gebäude aus einer Holzkonstruktion vervollständigt und das Flachdach abgedichtet.

Fertigstellung noch in diesem Herbst geplant

Der Heimatgeschichtsverein Bourcet Neuhengstett hat zudem die Outdoor-Ausstellung geplant, die die Waldensergeschichte festhalten und aufzeigen soll. Station eins, "Aufbruch und Weg", und Station drei, "Verwurzeln", stehen bereits. Mit verschiedenen Informations-Elementen, "Grabsteinen" und Corten­stahlplatten, auf denen typischen Waldensernamen verewigt werden, führt die Ausstellung durch die Geschichte. Station zwei, "Ankommen", und Station vier, "Verweben", folgen noch.

Außerdem werden im Park noch Pollerleuchten, Sitzpodeste und Bänke sowie Abfallbehälter aufgestellt. Die Bepflanzung von Bäumen und Sträuchern sowie den Grabsteinen erfolgt noch Ende Oktober. "Die Fertigstellung der Grünflächen ist für Juni 2022 terminiert", teilt Pröll mit. Im Depotgebäude folgt der Einbau zweier Drehflügeltore, dem Sockelblech, der Elektroinstallation sowie einer Profilholzfassade. Diese wird aus vorvergrauter Weißtanne gefertigt, "passend zum Waldenserpavillon".

Und nach all dieser Arbeit ist ein Ende in Sicht. Noch diesen Herbst sollen die Arbeiten fertig sein. Im Dezember soll es "eine kleine Pre-Opening-Veranstaltung für den Heimatverein, Ortsvertreter und den Ortschaftsrat geben", verrät Pröll. Im kommenden Jahr folge dann die große Bürgereröffnung in Form einer Hocketse vor der Sommerpause.