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Waldachtal Zum Preis von einem Apfelkuchen

Von

Von Walter Maier

Waldachtal. Wer hat Obstbäume, die er nicht selbst ernten und verwerten kann? Viel Obst wartet noch auf seine sinnvolle Verwertung. Der Naturschutzbund (Nabu) in Waldachtal startet deshalb wieder seine Obstbörse.

Äpfel und Birnen sind noch nicht abgeerntet und warten darauf gepflückt, und dann gekocht, versaftet, gemostet, gebacken oder gedörrt zu werden. Bestes, gesundes Obst mit großem Vitamingehalt hängt an den stattlichen Bäumen auf den Streuobstwiesen und in den Gärten.

Die Ernte im Familienverbund macht viel Spaß und schafft Vorfreude für die leckeren Produkte, die aus Äpfeln, Birnen oder auch Quitten entstehen. Immer mehr Obstbäume werden jedoch nicht mehr genutzt. Die Gründe sind vielfältig. Manchem ist es zu viel Arbeit, andere Eigentümer sind weggezogen oder körperlich nicht mehr in der Lage, die Ernte einzubringen und zu verwerten. Es gibt auch Mitbürger, die haben einfach mehr Obst, als sie selbst benötigen.

"Diese Menschen möchten wir gerne mit denen zusammenbringen, die keine eigenen Erntemöglichkeiten haben und gerne Säfte und Most, Apfelringe und Kuchen aus heimischen Früchten herstellen möchten", beschreibt Stefan Greza, Vorsitzender des Nabu Waldachtal, den Zweck der Obstbörse. "Dank der guten Organisation von Sabine Gremmelspacher hat sich in 2011 und 2012 ein wachsender Kreis an Obsttauschern aufgebaut. Wir gehen davon aus, dass auch in 2013 einige Körbe mit Früchten von Anbietern zu Nachfragern wandern und nicht genutzte Obstbäume abgeerntet werden können", freut sich Greza.

Die Beteiligten verständigen sich selbst untereinander. Vieles wird verschenkt, für einen symbolischen Preis oder einen Anteil am Endprodukt übergeben. So erleben die Nabu-Aktiven nette Begegnungen zwischen den Menschen. Ein frischer Apfelkuchen überrascht den Obstspender und eine Kiste mit leckerem Süßmost ist der "Kaufpreis" für ein paar Zentner Streuobst. Andere teilen sich die Erlöse aus der Abgabe der Ernte bei den Obstverwertern. Auch wenn die Obsternte in diesem Jahr etwas bescheidener ausfallen wird, finden sich sicherlich viele Obstwiesenbesitzer, die ungenutzte Früchte zur Ernte an Interessierte freigeben. Was dann noch übrig bleibt, dient dann als wichtige Winterspeise für viele heimische Vögel.

"Wir halten das für eine richtig gute Aktion und spüren, dass hier ein tragfähiges Netzwerk aufgebaut wird" hält Greza fest. Der Naturschutzbund-Gruppe ist es wichtig, dass die wertvollen, alten und der heimischen Witterung angepassten Streuobstsorten nicht aus der Landschaft verschwinden, sondern wieder einen Wert für die Bürger darstellen. Kontaktdaten beim Naturschutzbund Waldachtal: Email: nabu-obstboerse@vr-web.de oder Telefon 07486/9 78 86 79.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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