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Waldachtal Ralf Hornberger und Margrit Baur bewirken viel

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Ralf Hornberger (links) ist seit 25 Jahren im Diakondienst und Margrit Baur spielt seit 25 Jahren die Kirchenorgeln. Pfarrer Johannes Wegner dankt den engagierten Mitarbeitern im Namen der evangelischen Kirchengemeinde. Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Ralf Hornberger ist seit 25 Jahren im Diakondienst: In der Evangelischen Kirchengemeinde Waldachtal wirkt er seit über 20 Jahre im Gemeindedienst. Margrit Baur spielt seit 25 Jahren die beiden Orgeln in der Christuskirche, in der Marienkirche Cresbach und bei Gottesdiensten in Salzstetten.

Waldachtal. Beide Jubilare sind im Silvester-Gottesdienst von Pfarrer Johannes Wegner für jeweils ein Vierteljahrhundert Dienstzeit geehrt worden. Der neue Seelsorger beglückwünschte die beiden tragenden Säulen in der evangelischen Kirchengemeinden zu ihren Jubiläen: "Die Gemeinde lebt von Mitarbeitern, die Gemeinde gestalten."

In seiner Laudatio in der Christuskirche dankte Wegner dem engagierten Diakon Hornberger für seine vielfältigen Engagements mit tausenden von Begegnungen. Am Anfang und in der Mitte stehe bei Hornberger nicht ein theoretisches Konzept oder eine große Idee, sondern die Begegnung und dem Ereignis, die dem Leben eine neue Freude gibt.

Margrit Baur spielt leidenschaftlich gern die romantische Weigle-Orgel von 1929 und die moderne Vleugels-Orgel von 2001. Wegner zitierte Kirchenvater Herrmann Bezzel, der einmal sinngemäß gesagt haben soll: "Das Lob Gottes ist eine Macht, vor der alle dunklen Mächte fliehen". Und an Baur gewandt: "Danke, dass sie in die Tasten greifen und immer wieder neu mit uns das Lob Gottes anstimmen." Die Kirchengemeinde selbst beglückwünschte Pfarrer Wegner zu zwei "geistreichen, engagierten, kompetenten und fröhlichen Mitarbeitern".

Ralf Jürgen Hornberger ist in Lauffen am Neckar aufgewachsen. Er kommt aus der CVJM-Arbeit (Christlicher Verein Junger Menschen) und ist Landeskirchler. 1992 heiratete er seine Frau Anouschka. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Nach seinem Studium auf der Karlshöhe in Ludwigsburg trat er ab 1990 seine ersten Diakon-Stationen 1994 in Kirchheim am Neckar und ab 1995 in Sindelfingen als CVJM-Stadtjugend-Referent an.

1998 zog die Familie in das alte Forsthaus nach Tumlingen. In Waldachtal kümmert sich der inzwischen 52-jährige vorwiegend um die Jugend- und Kinderarbeit und die jährliche Kinderbibelwoche. Er brachte neuen Schwung in die Jugendarbeit. Sein großer Zeitaufwand für den Religionsunterricht und andere Aktivitäten in der Schule werden positiv aufgenommen. "Eigentlich ist der Reli-Unterricht der Schlüssel für die Gemeindearbeit", sagt er. Er hält Gottesdienste und spielt im Posaunenchor mit. Er leitet das "Chörle" in der Kirchengemeinde. Seine Frau Anouschka engagiert sich ebenfalls in der Kirchengemeinde in Waldachtal. Die Aktionen "Lebendiger Adventskalender" und "Weihnachten im Schuhkarton" sind "Kinder" der Diakonsfamilie Hornberger. Mit seiner freundlichen und offenen Art und seinem Zugehen auf Menschen, so Kirchengemeinderats-Vorsitzender Rolf Müller, erreiche der Diakon viele Leute.

Diakon Ralf Hornberger hat die Herausforderung angenommen, die eineinhalbjährige "Pfarrer-lose Zeit" mit Pfarrdienstaufgaben zu übernehmen. Hornberger: "Ich bin dankbar, dass so viele mitgehen und mittragen." Sein Fazit: "Die Arbeit als Diakon hat mich erfüllt. Ich bin so dankbar, dass ich 25 Jahre diesen Dienst tun durfte." Es sei eine Berufung, ein Charisma, ein Geschenk. Inzwischen ist Tumlingen und Waldachtal für die Familie Hornberger zur zweiten Heimat geworden.

Die in Reutlingen geborene und in Genkingen aufgewachsene Margrit Baur stammt aus einer Organisten-Familie: "Neben meinem Vater saß ich als Kind schon auf der Orgelbank." Orgelunterricht nahm sie in Reutlingen und in einer Nachbargemeinde. 1987 zog sie nach Waldachtal. Die 62-jährige Organistin und Mutter von drei Kindern sowie Großmutter von drei Enkeln blickt zurück: Anfangs der 1990er-Jahre sei sie von Ilse Stierle, der Ehefrau von Pfarrer Harold Stierle, gebeten worden, Weltgebetstag-Gottesdienste an der Orgel zu umrahmen. Außerdem habe sie in Cresbach die Vertretung von Karl Schittenhelm übernommen. "Altes Liedgut von Paul Gerhardt ist mir wichtig."

Ihre Erkenntnis nach 25 Jahren Organistenzeit: "Musik verbindet und Kirchenmusik ist auch Verkündigung." 28 Jahre lang arbeitete Baur als Musikpädagogin an der Musikschule Waldachtal. Nach der Auflösung der Musikschule ist sie seit 2018 als selbstständige Musiklehrern tätig und unterrichtet Blockflöte und Klavier. Unlängst wurde Baur für 30-jährige aktive Zeit im evangelischen Kirchenchor Waldachtal geehrt. Darüber hinaus singt sie in der Kantorei in Freudenstadt. Vielfach hat sie Weltgebetstage und Frauenfrühstück-Großveranstaltungen in Waldachtal musikalisch mitgestaltet.

Der Männergesangverein "Harmonie" Tumlingen/Hörschweiler/Cresbach unter Leitung von Benjamin Schaber umrahmte den Silvester-Gottesdienst in der Christuskirche mit dem Lied "Liebe das Leben – Carpe Diem". Die zwölf Vokalisten bereicherten die Feier auch mit der Dietrich Bonhoffer-Weise "Von guten Mächten wunderbar geborgen" und beschlossen das Altjahr 2019 mit dem altirischen Segenswunsch-Lied. Silvester in der guten Stube der Christuskirche Tumlingen/Hörschweiler, so Pfarrer Wegner, habe schon etwas und eine besondere Note. Er sagte man solle sich nicht verrückt machen lassen, was im Jahr 2020 alles auf einen einströme, sondern in Christus Ruhe finden und Standfestigkeit im Fluss der Zeit. "Gott soll hineinkommen in unsere Überlegungen und soll sie ordnen." Man solle das alte Jahr zurücklassen und fröhlich nach vorne gehen. Wegner wünschte sich für 2020 ein gutes Miteinander in Waldachtal.

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