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Waldachtal Neue Tafeln für Namen der Kriegsopfer

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Links und rechts fehlen am Kriegerdenkmal in Cresbach zwei Bronzetafel. Dort waren die Namen der in den Weltkriegen gefallenen Cresbacher zu lesen. Über ein Jahr nachdem sie verschwunden sind, sollen die Tafeln nun ersetzt werden. Foto: Wagner Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Ortstermin führte die Cresbacher Ortschaftsräte auf den Friedhof. Dabei kamen sie auch wieder auf das Kriegerdenkmal zu sprechen.

Waldachtal-Cresbach. Bereits im Mai des vergangenen Jahres hatte die ehemalige Ortschaftsrätin Sabine Kübler angemerkt, dass zwei Tafeln beim Kriegerdenkmal auf dem örtlichen Friedhof seit längerer Zeit fehlen würden. Auf den Tafeln waren die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkriegs aus Cresbach und seinen Teilorten verewigt worden (wir berichteten).

Über das Fehlen der Tafeln wurde seither viel gemutmaßt. Bürgermeisterin Annick Grassi hoffte damals, dass möglicherweise ein Angehöriger die Tafeln abgeschraubt hatte, um diese in Eigenleistung zu restaurieren. "Die Tat könnte auch einen politischen Hintergrund haben oder es war Diebstahl", vermutete der ehemalige Ortsvorsteher Friedrich Gerhard einst. Mittlerweile besteht nur noch wenig Zweifel daran, dass Kupferdiebe die Tafeln am Kriegerdenkmal entwendet haben.

Beim Material der Tafeln handelt es sich nämlich laut Gerhard um Bronze, genauer gesagt Guss-Zinnbronze. Diese Legierung besteht aus mindestens 60 Prozent Kupfer sowie maximal 22 Prozent Zinn und kommt aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit häufig beim Bau von Denkmälern zum Einsatz.

Schilder sollen bis zum Volkstrauertag ersetzt werden

"Ich hoffe, dass die neuen Tafeln bis zum Volkstrauertag (15. November) da sind", verkündete Ortsvorsteher Gebhard Weißgerber während der Friedhofsbesichtigung mit seinem Gremium am Montag. Zwei Angebote lägen der Gemeinde derzeit nämlich vor. Eventuell könne die Gemeinde sogar auf einen Zuschuss vom Denkmalamt hoffen, das sich das Kriegerdenkmal in Cresbach bereits angesehen hat.

In der anschließenden öffentlichen Ortschaftsratssitzung warf Weißgerber zudem die Frage in den Raum, ob das Denkmal an einem neuen Standort auf dem Friedhof errichtet werden solle. "Fläche wäre genug vorhanden", stellte der Ortsvorsteher fest. Der üppige Baum am jetzigen Standort des Denkmals stehe nämlich unter Schutz, womit dieser in den Zuständigkeitsbereich des Landratsamts Freudenstadt fällt. "Da dürfen wir noch nicht einmal einen Schnitt ausführen", gab Weißgerber zu bedenken.

Die Standortfrage blieb letztlich offen und wird vermutlich zu einem anderem Zeitpunkt im Gremium erneut diskutiert werden.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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