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Waldachtal Der Wallfahrtsort steht vor einem Neubeginn

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Heiligenbronn soll geistiges Zentrum bleiben. Auf dem Foto ist das Kirchenschiff der Wallfahrtskirche zu sehen. Fotos: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Der katholische Wallfahrtsort Heiligenbronn/Waldachtal steht vor einem Neubeginn. Nach dem bevorstehenden Weggang der beiden Franziskanerinnen Irmentrudis (82) und Reinholda (80) im Frühjahr sucht die katholische Kirchengemeinde Salzstetten ehrenamtliche Mitarbeiter, die bereit sind, Dienste zu übernehmen.

Waldachtal-Heiligenbronn. "Wenn die Franziskanerinnen Schwester Reinholda und Schwester Irmentrudis im März oder April ins Mutterhaus zurückgehen, dann stehen wir, der Kirchengemeinderat von St. Agatha Salzstetten, der für Heiligenbronn zuständig ist, vor einer großen Herausforderung", erklärt Wallfahrts- und Gemeindepfarrer Anton Romer.

Nach 128 Jahren geht die Ära der Franziskanerinnen im Apostolatsort Heiligenbronn zu Ende. Sie haben die Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter Maria von Heiligenbronn gehegt und gepflegt und die Menschen zu ihr geführt. Jedes Jahr im September kommen an die 1000 Katholiken zur Dekanatswallfahrt.

Erbe soll erhalten bleiben

Wie geht es weiter? Romer: "Mir, als zuständigem Pfarrer ist es, zusammen mit dem Kirchengemeinderat ein Anliegen, unseren Wallfahrtsort – das Juwel im Waldachtal – im Sinne der Schwestern Reinholda und Irmentrudis, der geprägt ist durch ihre franziskanische Spiritualität, weiterzuführen und in die Zukunft schauend weiterzuentwickeln." Der Wallfahrtsgeistliche betont: "Es ist für uns eine Verpflichtung, das Erbe unserer Schwestern und das geistliche Erbe von Generationen von Menschen aus dem Waldachtal und der Umgebung zu erhalten." "Wir sind dankbar, dass wir von Seiten des Dekanats, namentlich vom kommissarischen Dekan Armin Noppenberger und vom Dekanatsreferenten Achim Wicker dabei unterstützt werden, sowie vom Verwaltungsaktuariat in Horb und vom Bischöflichen Ordinariat." Heiligenbronn soll auch in Zukunft die Möglichkeit bieten beziehungsweise ein geistlicher Ort sein, an dem Menschen verweilen, reden, beten und sich stärken können. Es soll ein Ort der Beheimatung, der Ruhe, der Stille und des inneren Auftankens sein. Darüber hinaus soll der Heilige Bronnen weiterhin für viele geistliche Heimat bleiben und Hilfe in Krisensituationen anbieten können. Ebenso sollen am Wallfahrtsort weiterhin regelmäßige Gottesdienst- und Gebetsangebote stattfinden. "Um diese Aufgaben leisten zu können, benötigen wir Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich einbringen", teilt Romer mit. "Der Kirchengemeinderat Salzstetten und ich als Wallfahrtspfarrer sind, zusammen mit anderen Unterstützern von Heiligenbronn zuversichtlich, dass wir Lösungen für eine gute Zukunft für Heiligenbronn finden werden." Benötigt wird jemand, der sich um den Wallfahrtsort kümmert. Deshalb sucht die katholische Pfarrei ehrenamtliche Mitarbeiter, die bereit sind, Dienste zu übernehmen, zumindest so lange, bis eine endgültige Lösung gefunden ist.

Damit die Gottesdienste wie bisher angeboten werden können, werden Einzelpersonen oder Teams benötigt. Es tun sich folgende Aufgaben auf: Kirche auf- und zu schließen und nach dem Rechten schauen. Ein Mesner-Team, das den Dienst tut. Frauen und Männer sollen Verantwortung übernehmen für den Blumenschmuck, die Kirchenwäsche und die Kirchenreinigung.

Führungen wünschenswert

Und es ist sicher der Wunsch von vielen, dass der Kräutergarten erhalten werden kann. Auch würden sich Gruppen aus nah und fern freuen, wenn jemand da wäre, der geistliche Führungen in Heiligenbronn anbietet. "Wir sind dankbar, dass es Ehrenamtliche gibt, die teilweise schon jahrelang selbstlos Dienste übernehmen, wie Rasenmähen, Hecken schneiden, die Anlage und den Gebetsgarten pflegen, den Winterdienst übernehmen, sich für Hausmeisterdienste verantwortlich fühlen, welche die Schwestern bei der Kirchenreinigung unterstützen und manches mehr im Verborgenen getan haben."

"Für die Zukunft suchen wir ein rüstiges Rentner-Ehepaar oder eine Einzelperson, die im Schwesternhaus wohnen, ein Auge auf Heiligenbronn haben, nach dem Rechten schauen und verschiedene Dienste hauptamtlich übernehmen, die Ansprechpartner für Menschen sein können und wollen, die während des Tages vorbeikommen." Wer sich eine Mitarbeit vorstellen kann und genauere Informationen haben möchte, kann sich bei Pfarrer Anton Romer oder bei den Kirchengemeinderäten von Salzstetten melden. "Wir freuen uns über jede Unterstützung", sagt Romer.

Michael Weiß, Laienvorsitzender des Kirchengemeinderates Salzstetten, würdigte beim Jahresempfang der katholischen Seelsorgeeinheit das langjährige Engagement der Franziskanerinnen Irmentrudis und Reinholda: "Die Schwestern haben unglaublich viel für die Kirche und den Wallfahrtsort getan, deshalb haben sie es umso mehr verdient, ihren Ruhestand zu genießen. Wir werden sie bestimmt sehr vermissen, wenn es soweit ist. Unsere Aufgabe ist es nun, das Vermächtnis der Schwestern weiterzuführen." Er sei zuversichtlich, zu den schon vorhandenen Helfern noch weitere Menschen zu finden, die sich berufen fühlen, diesen Wallfahrtsort am Leben zu erhalten. Gerade weil Heiligenbronn viele Gläubige anzieht, habe sich auch das Dekanat bereit erklärt, unterstützend zu wirken. Michael Weiß stellte in Aussicht, die geplanten Baumaßnahmen von sanitären Anlagen und eines Begegnungsraumes bald wieder in den Fokus zu nehmen.

Die Schwestern Reinholda und Irmentrudis werden im Wallfahrtsgottesdienst am Donnerstag, 25. April, um 9 Uhr in der Wallfahrtskirche Heiligenbronn verabschiedet.

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