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Waldachtal Bau eines Gesundheitszentrums in Mosambik

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Näh- und Schneiderwerkstatt für Mädchen im Projekt "Straßenkinder von Kinshasa". Foto: Kolpingsfamilie Salzstetten Foto: Schwarzwälder Bote

Einen neuen Spendenrekord verzeichnete die Aktion "Entwicklungshilfe der Kolpingsfamilie" in Salzstetten. Das bisherige Spitzenergebnis von 5038 Euro im vergangenen Jahr wurde dieses Jahr mit mehr als 5138 Euro nochmals übertroffen.

Waldachtal-Salzstetten. Die Kolpingsfamilie möchte den Menschen vor Ort in ihren Heimatländern helfen: Hilfe zur Selbsthilfe lautet die Devise. Ein Markenzeichen der jährlichen Aktion ist die Direkthilfe für katholische Projekte. "Die Spendenbereitschaft der Salzstetter ist ungebrochen hoch", sagt Kolping-Schatzmeister Hans Dausch, der jährlich die Haussammlung organisiert. Das Spendenaufkommen im Zeitraum von 1971 bis 2019 bilanziert sich auf über 162 084 Euro – eine stattliche Summe.

Salzstetten unterstützt christliche Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika, die mit dem eigenen Ort in besonderer Beziehung stehen. Aus Salzstetten stammen Pater Anton Dettling (1913-2009), der ab 1948 im Auftrag der Comboni-Mission 23 Jahre lang in Peru im Einsatz war. Theologie-Professor Paul Zepp (1917 bis 2002) leitete lange Jahre die Steyler-Missionszentrale in St. Augustin als Provinzial und vermittelte Projekte. Die Brücke zu Missions-Benediktinern baute Abt Harduin Bießle (1902 bis 1985) von der deutschen Benediktinerabtei Königsmünster Meschede. Er wirkte zuvor ein paar Jahre lang als beliebter Seelsorger in Salzstetten. So besteht seit 48 Jahren die Direkthilfe der Kolpingsfamilie und hat sich bewährt.

Projekt Indonesien

Auf der Blumeninsel Flores im Pazifischen Ozean begleitet der schwäbische Steyler-Pater Anton Kappler neben dem Aufbau von Kindergärten und dem Neubau einer katholischen Kirche in Tanameang auch landwirtschaftliche Projekte in Pagong. Der 76-Jährige ist selbst im "Ruhestand" noch aktiv. In den vergangenen Jahren kam Kappler im Rahmen seines Heimataufenthaltes nach Salzstetten, um über seine Arbeit zu berichten. Dieser Tage dankt er allen Spendern für ihre "Güte und Unterstützung" seiner Arbeit auf dem von Erdbeben und Flut bedrohten Archipel.

Projekt Kongo

Die Steyler-Mission fördert die berufliche Qualifikation der Straßenkinder in Kinshasa und bietet ihnen Obdach. In den Werkstätten werden Berufsausbildungen ermöglicht, wie beispielsweise in einer Näh- und Schneiderwerkstatt für Mädchen. In der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo leben etwa 25 000 Kinder auf der Straße – aus ihrem Elternhaus verstoßen oder geflüchtet.

Seit 38 Jahren kümmern sich die Steyler-Organisation O.R.P.E.R um die Kinder, die am Rande der Gesellschaft leben. Sie erreichen über 1 800 Kinder, auch mit medizinischer Hilfe. Afrika-Projektreferent Cláucio Domingues von der deutschen Steyler-Missionszentrale St. Augustin bei Bonn hat sich bereits für den diesjährigen Spendenbetrag von rund 1284 Euro bedankt. Ansprechpartner für das Projekt in der Hauptstadt Kongos ist der afrikanische Steyler-Pater Ange-Albert Kufwakuziku Malemba, der von vielen Gläubigen auch nur kurz und knapp Pater Kufwa genannt wird.

Projekt Mosambik

Das neugegründete Kloster St. Pachomius in Awasi ist bezugsfertig. "Das Kloster auf dem Grundstück mit Zimmern für sieben Mitbrüder und einigen Gästezimmern ist in diesem Jahr fertiggestellt worden", bestätigt Pater Maurus Runge von der Missionsprokur der deutschen Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede. "Das neue Projekt, das nun ansteht, ist der Aufbau eines Gesundheitszentrums, um gerade den armen Menschen vor Ort zu helfen." Für diese Maßnahme sind die Spenden aus Salzstetten bestimmt.

Der afrikanische Benediktiner-Pater Christian Temu ist neuerdings für den Aufbau des Kleinzentrums verantwortlich. Die Benediktiner folgen dem Ruf von Bischof Luiz Lisboa von Pemba, der den Benediktinern der Abtei Ndanda in Tansania den Aufbau einer großen Pfarrei mit vielen Außenposten im Norden Mosambiks zur Seelsorge übertragen hat.

Projekt Peru

Seit 48 Jahren unterstützt die Kolpingsfamilie die Kinderspeisung in Huánuco im Andenhochgebirge, wo früher der aus Salzstetten stammende Pater Anton Dettling über 20 Jahre lang tätig war. Nach dem Südtiroler Comboni-Bruder Jakob Pezzei ist jetzt der italienische Comboni-Pater Giuseppe Messetti in der Pfarrei San Pedro in Huánuco für die Kinderspeisung zuständig. In der deutschen Comboni-Missionszentrale Ellwangen steuert Missionsprokurator Hubert Grabmann die zielgerichtete Verwendung der Spendengelder, auch aus Waldachtal: "Es ist ermutigend, dass wir an vielen Orten in der Welt Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg begleiten dürfen." James Pezzei, der inzwischen altershalber im Missionshaus Milland in Brixen/Südtirol lebt, freut sich über die Unterstützung aus der Heimat seines früheren Mitbruders und erinnert sich an die Aussage eines kleinen Buben aus einer armen Familie in Peru, dass er so Hunger habe.

Spenden für die Aktion Entwicklungshilfe der Kolpingsfamilie Salzstetten können jederzeit auf die Spendenkonten bei den örtlichen Banken überwiesen werden. Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch ausgestellt. Weitere Informationen unter E-Mail: kolpingsalzstetten.entwicklungshilfe@gmx.de.

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