Die illegalen Müllablagerungen nehmen in der vergangenen Zeit überhand. Foto: Landratsamt Calw

Immer wieder wird Müll illegal in der Natur entsorgt. Ein kleiner Erfolg im Kampf gegen die Müll-Sünder ist jüngst gelungen: Zwei davon konnten anhand ihres Mülls identifiziert werden. Sie müssen mit einer Geldstrafe rechnen.

Calw-Wimberg - Wild geht es aktuell zu, was die illegalen Müllablagerungen im Waldgebiet rund um den Wimberg angeht. Doch nun wurden zwei Verursacher von wilden Müllablagerungen in diesem Gebiet identifiziert. Das gibt das Landratsamt Calw in einer Mitteilung bekannt.

Fast jeden Tag kommen neue Mitteilungen von der Stadt Calw oder aus der Bevölkerung bei der Abfallwirtschaft Landkreis Calw (AWG) an, die neue wilde Müllablagerungen im Dreieck Wimberg – Speßhardt – Altburg melden. Nun wurden aber gleich zwei Müll-Sünder identifiziert.

"Die letzten Monate war das schon extrem heftig, was uns gemeldet wurde", bemerkt Helge Jesse, Bereichsleiter bei der AWG. "Unser Recyclingmobil ist mittlerweile mehrmals die Woche in diesem Gebiet unterwegs, um wilden Müll einzusammeln. Und das sind dann oft drei bis fünf Kubikmeter gewesen, die illegal abgelagert wurden." Die Aufgabenverteilung ist dabei wie folgt: Nach eingehenden Meldungen überprüfen Mitarbeiter des Bauhofes oder des Ordnungsamtes der Stadt Calw, ob Hinweise auf den Verursacher festgestellt werden können. Ist dies erledigt, wird das Material ­abgeholt. Innerhalb des Siedlungsbereiches übernimmt das die Stadt Calw, außerhalb die AWG.

Aber egal, wer den wilden Müll abholt, er wird danach einer geregelten Entsorgung zugeführt, ist in der Mitteilung zu lesen. Die Entsorgungskosten aber trägt die Allgemeinheit, sofern kein Verursacher festgestellt werden kann. Allein 2020 wurde dafür ein sechsstelliger Betrag fällig. "Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof und dem Ordnungsamt klappt prima", so Jesse. "Umso mehr freuen wir uns alle, dass wir gleich zwei Verursacher feststellen konnten."

Beobachtungen melden

Den ertappten Müllsündern drohen nicht unerhebliche Strafen, die Verfahren werden nun eingeleitet, ist dort zu lesen. Einer ist mutmaßlich ein Wiederholungstäter, der seinen Müll mehrfach an verschiedenen Plätzen illegal abgeladen hat. "Da kann dann schon ein Betrag von mehreren Tausend Euro zusammenkommen, die er als Strafe aufgebrummt bekommt", erklärt Jesse. "Hinzu kommen noch die eigentlichen Entsorgungskosten und der Aufwand, den wir hatten. Deshalb sollte man sich genau überlegen, ob man nicht besser doch gleich zum Recyclinghof fährt. Von den Umweltfolgen, die wilder Müll verursacht, mal ganz abgesehen", äußert er sich.

Möglicherweise sorgen diese Beispiele dafür, dass die Zahl der illegalen Ablagerungen nun wieder abnimmt, hoffen AWG, Stadt und Landratsamt. Auf jeden Fall werden sowohl die Stadt Calw als auch die AWG weiterhin genau hinschauen, um möglichen Müllsündern das Handwerk zu legen, heißt es in der Mitteilung. "In diesem Zusammenhang bedanken wir uns auch ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern, von denen wertvolle Hinweise kamen", betont Jesse. "Und wir bitten weiterhin um Mitteilung, wenn verdächtige Beobachtungen in Zusammenhang mit wilden Müllablagerungen gemacht werden."

Bei Fragen zur richtigen Entsorgung von Abfällen gibt die Abfallberatung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/3 03 08 39 oder unter der E-Mail-Adresse ­kontakt@awg-info.de Auskunft. Dort sowie bei der Stadt Calw können Beobachtungen gemeldet werden, die im Zusammenhang mit Müllablagerungen stehen.

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