„Ich bin ... und komme aus der Ukraine“ steht auf dem Zettel. Viele Kinder aus der Ukraine lernen an der Gemeinschaftsschule in Horb Deutsch. (Symbolfoto) Foto: Marijan Murat/dpa

Zwei Vorbereitungsklassen gibt es im neuen Schuljahr an der Horber Gemeinschaftsschule. Hauptsächlich Kinder aus der Ukraine werden sie besuchen. Es könnte sogar eine dritte Klasse notwendig werden.

Bevor Kinder, die nach Deutschland gekommen sind, den regulären Schulunterricht besuchen können, müssen sie darauf vorbereitet werden. Dafür gibt es an der Horber Gemeinschaftsschule spezielle Vorbereitungsklassen. Götz Peter, Rektor der Gemeinschaftsschule, sagt unserer Redaktion: „In diesen Klassen lernen die Kinder die deutsche Sprache und erhalten auch eine Einführung in die Kultur.“ Die Vorbereitungsklasse dauert ein Schuljahr lang, kann aber für einzelne Schüler auch verlängert oder verkürzt werden. Den Unterricht gestalten zwei Lehrkräfte mit einer Spezialisierung für Deutsch als Fremdsprache.

 

Viele Kinder aus der Ukraine

Hauptsächlich seien es Kinder aus der Ukraine, die im neuen Schuljahr die Vorbereitungsklassen besuchen, sagt Peter. Die Kinder, die an die Gemeinschaftsschule kommen können, um Deutsch zu lernen, sind zwischen 10 und 15 Jahre alt. Ab einem Alter von 16 Jahren müssten sie an eine Berufliche Schule.

Klassenteiler bei 24

Beide Klassen an der Horber Gemeinschaftsschule werden gut gefüllt sein. „Der Klassenteiler liegt bei 24 Kindern“, sagt der Rektor. Er hält es für möglich, dass sogar noch mehr Anmeldungen kommen. „Sollte hier der Klassenteiler überschritten werden – dies ist in der aktuellen Situation durchaus möglich – müssten wir einen Aufnahmestopp verfügen“, sagt Peter. Er müsse bei weiteren Anmeldungen das Schulamt in Rastatt informieren. Dann muss entschieden werden, ob es eine dritte Klasse geben kann.

Eine Herausforderung

Sicher ist, dass die Vorbereitungsklassen mit Kindern aus vielen verschiedenen Nationen für die Schule eine neue Herausforderung darstellen. Götz Peter sagt: „Als Standortschule für zwei Vorbereitungsklassen werden wir mehr denn je gefordert sein. Die verstärkte Zuwanderung von Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern und die gewachsene Heterogenität innerhalb dieser Gruppen erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und ständige Weiterentwicklungen und Anpassungen.“