Immer wieder in vorderster Reihe im Einsatz ist Ehrenmitglied Heinz Roth. Foto: Archiv

Der Ehrenvorsitzende des TSV Meßstetten, Heinz Roth, ist in der jüngsten Ausgabe des Magazins des Schwäbischen Turnerbunds (STB) zum Helden des Monats gekürt worden.

Meßstetten - Die Mitglieder und der Vorstand des TSV Meßstetten sind stolz auf die besondere Ehrung, die Heinz Roth erfahren hat, denn ohne ihn sei der Verein nicht vorstellbar. Der Meßstettener ist seit sieben Jahren Ehrenvorsitzender des TSV Meßstetten, der im Turngau Zollern-Schalksburg aktiv ist.

Seit 1967 ist Roth ehrenamtlich engagiert. Jahrelang war er sportlich aktiv. Er turnte bis zum 30. Lebensjahr und spielte Handball bis zum 40. Lebensjahr. Das Ehrenamt als Übungsleiter übernahm er 1967. Roth trat in die Fußspuren seines Vaters, der mehrere Dekaden für den TSV wirkte. Vorbild für ihn war, neben dem Vater, Walter Frei.

Gerne erinnert sich der Geehrte an die Bundesligawettkämpfe des KTV Stuttgart in den 1990-Jahren mit Bundesligamannschaften, deren Namen aufhorchen ließen und die in Meßstetten um Punkte kämpften. "Herausragend war, als wir die Bundesligawettkämpfe der KTV Stuttgart in den 1990er-Jahren in Meßstetten ausgerichtet haben", erzählt Roth. Dabei waren namhafte Turner wie Valeri Belenki und Robert Mai, heute beide Trainer im Kunst-Turn-Forum Stuttgart.

Auch Witali Scherbo, der sechsfache Olympiasieger von 1992 in Barcelona, war Gast in Meßstetten. Scherbo weilte während einer Werbekampagne 1996 in der Heubergmetropole. "Das war ein echter Höhepunkt, dass wir das organisieren durften."

Für seine Verdienste erhielt er mehrere Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze

Von Seiten des STB erhielt Roth für seine Verdienste mehrere Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze. Seine Wanderungen und Ausflüge im Rahmen des Natursports für den TSV und innerhalb des Turngaus sind immer bestens durchgeplant.

Immer wieder verblüfft Roth mit seinem Wissen über Flora und Fauna rechts und links der Wanderstrecken. Somit wundert es nicht, dass Roth in der Schule die besten Noten in Sport, Geschichte und Geografie hatte. Einer seiner Träume ist eine mehrwöchige Überquerung der Alpen von München bis Venedig. Das Interview mit ihm ist in der neuesten Ausgabe des STB-Magazins, Ausgabe 5/2021, nachzulesen.

Seine Erfahrungen bringt Roth im Hauptausschuss des TSV ein. Seine Lieblingssportarten sind Turnen und Handball. Gebirgstouren und Wandern sind seine Hobbys. So organisiert er beim TSV und im Turngau Zollern-Schalksburg Wanderungen für Senioren mit gemütlichem Beisammensein. Im Verein ist er als Wanderwart zuständig für einen Teil des Natursports, zu dem Radfahren, Wandern, alpiner Wintersport und Wanderungen mit Schneeschuhen zählen.

In das Ehrenamt ist er reingewachsen, mit Stärken und Schwächen. "Meine Schwäche ist sicherlich die Gutmütigkeit. Ich kann einfach schlecht ›Nein‹ sagen. Meine Stärke ist, dass ich gut organisieren kann und neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen bin", bilanziert Roth. Und er ist weiterhin motiviert für das Ehrenamt, wie dem Interview der STB-Magazin-Redaktion zu entnehmen ist: "Turnen gefällt mir, Handball gefällt mir. Ich fühle mich einfach verpflichtet, hier etwas zu tun. Ich finde wichtig, dass die Jugend sich bewegt, dass der Verein weiterhin besteht und sich weiter entwickelt. Das ist ein großer Ansporn, mich zu engagieren."

Heinz Roth hat noch Träume: "Meine Frau ist leider nicht mehr so mobil, ich dagegen bin körperlich noch in sehr guter Verfassung. Was mir noch immer vorschwebt, ist eine Alpenüberquerung von München nach Venedig. Es gibt einen alten Wanderweg, den ich gerne gehen würde. Da ist man vier bis sechs Wochen unterwegs."

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