Ein Bürger kritisiert im Ortschaftsrat, dass Feldwege nicht geräumt werden. Symbol-Foto: Kusch/dpa Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: Räumdienstkapazitäten mit Petrus‘ Launen ausgelastet

Ortsvorsteherin Kerstin Jauch verzichtete bei der jüngsten Zusammenkunft des Ortschaftsrats zugunsten einer kürzeren Sitzungsdauer auf ihren Jahresrückblick 2020.

Vöhringen-Wittershausen. Die Sitzung war mit zehn Zuhörern überdurchschnittlich gut besucht. Bürgerfragen bezogen sich auf die Entwicklung des Baugebiets "Grabenäcker Nord" und die Frage, warum Vöhringen nicht dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord angehöre (wir berichteten).

Bei einer weiteren Wortmeldung kritisierte ein Einwohner, dass wichtige Feldwege bei Schnee nicht geräumt wurden und kaum benutzbar gewesen seien. Er forderte, zum Beispiel die Verlängerung der Dorfstraßen Lerchenbühl, Herrenweg und Grabenäckerweg in eine gelegentliche Rundfahrt einzubeziehen, wie es vor etlichen Jahren vereinbart und praktiziert worden sei.

Jauch bat um Verständnis, dass Feldwege im Schneeräumplan nicht vorgesehen seien. Bei den heftigen Schneefällen vor wenigen Wochen sei der Räumdienst ohnehin kaum nachgekommen. Noch dazu habe die unerlaubte Befahrung der Feldwege zu Eisbildung geführt, wogegen auch der Schneepflug machtlos gewesen wäre. Auf Streusalz müsse zum Schutz der Felder verzichtet werden.

Bürgermeister Stefan Hammer ergänzte zum Räum- und Streuplan, "was Petrus uns schickt, passt nicht immer mit der Theorie zusammen". Kreuzungen sowie Straßen in Innerortslage genössen Vorrang. Auch dort sei es aufgrund stundenlanger Schneefälle zu Verspätungen gekommen. Zusagen für die Zukunft machte Hammer nicht. Er stellte nur eine Rücksprache mit dem Bauhof in Aussicht.

Das Gremium bat um Klärung, ob die geplanten Öko-Maßnahmen im Bereich ­Juchzgergraben bereits abgeschlossen seien, die dem entsprechenden Konto laut Bestätigung durch das Büro Pustal 150 000 Ökopunkte einbringen. Es gehe um die Umwandlung von Acker- in Grünland sowie die Hangfreilegung zur Wiederherstellung der ursprünglichen ­Wacholderheide.

Bereits Ende November wurde die Turn- und Festhalle Wittershausen beim Sportlereingang und auf der Rückseite durch Farbschmierereien verunstaltet. Es kam zur Strafanzeige. Der Sachschaden wurde auf 2000 Euro beziffert. Die Polizei startete einen Zeugenaufruf. Um den Täter zu finden, appellierte der Ortschaftsrat an die Gemeindeverwaltung, eine Belohnung für Hinweise auszusetzen, die zur Identifizierung des Verursachers führen. Dieser müsse für die Kosten der Beseitigung aufkommen.

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