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Vöhringen Festival trotzt Corona-Krise

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Trotz Corona-Pandemie kann auch dieses Jahr das Festival "Rock am Burghaldenwall" stattfinden, allerdings in einer abgespeckten Version. Die Veranstalter haben dafür ein umfassendes Hygienekonzept entwickelt.

Vöhringen. Doch wer sich nun eine Karte kaufen möchte, ist leider zu spät dran. "Das Konzert ist schon ausverkauft. Innerhalb von vier Tagen waren die Karten weg", berichtet Tim Geiser von Nightfire Events. Der Vorverkauf sei am Montag, 3. August, um 18 Uhr gestartet und am Freitag seien um 10 Uhr die letzten Karten verkauft gewesen.

Stattfinden soll das Konzert bereits am 26. September. Die Band "The Woodpackers" soll auf der Bühne stehen und in den Pausen sorgen DJ Wahle und DJ Geier für Stimmung. "Eigentlich wären noch fünf weitere Bands geplant gewesen, das ging aber nicht wegen Corona", erklärt Geiser. "Dafür spielt die Band den ganzen Abend."

Dass das Festival überhaupt stattfinden kann, ist nur durch ein umfangreiches Hygienekonzept möglich. So dürfen nur 430 Besucher auf das Gelände. Zwar sind mittlerweile Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern möglich, doch "es sind ja auch 20 bis 30 Helfer da und dann haben wir noch etwas Luft. Denn bei einer Person zuviel stehen wir schon mit einem Fuß im Knast."

Darüber hinaus soll der Zuschauerbereich durch Holzzäune in Parzellen eingeteilt werden, in denen jeweils 20 Besucher Platz finden sollen. Noch sei unklar, ob eine Zuweisung von festen Sitzplätzen nötig sein werde. Fest stehe aber: "Die Menschen dürfen sich in den Parzellen frei bewegen, aber sie dürfen nicht die Parzellen wechseln", so Geiser. Auch sei geplant, dass Helfer die Gäste vom Eingang zu den jeweiligen Plätzen begleiten. Deshalb bittet Geiser: "Freunde sollen zusammen und zur gleichen Zeit kommen."

Getränke werden gebracht

Zwischen den Parzellen seien immer eineinhalb Meter Sicherheitsabstand eingeplant. Zudem soll um das zentrale Parzellen-Areal ein Ring aus Sitzplätzen vorhanden sein, "damit Leute, die zur Risikogruppe gehören, nicht mit 20 Menschen zusammenstehen müssen".

Um Gedränge zu vermeiden, müssen die Zuschauer dieses Jahr ihre Getränke nicht selbst holen gehen. "Wir wollen lokalen Vereinen unterstützen, damit die uns helfen, Getränke zu den Parzellen zu bringen." Auf Hochprozentiges müsse allerdings verzichtet werden, um zu gewährleisten, dass sich alle an die Regeln halten. Zumindest wolle man aber verschiedenen Biercocktails anbieten.

Um lange Schlangen am Eingang zu vermeiden hätten alle Käufer eine Karte ein Kontaktformular erhalten. Dies könne im Voraus ausgefüllt und beim Betreten des Geländes abgegeben werden.

Auf ein Zelt habe man verzichtet, "sonst müsste man es ständig durchlüften", so Geiser. Stattdessen werde über dem Gelände ein riesiger Schirm mit 20 Metern Durchmesser an einem Schwerlastkran aufgehängt.

Mit diesem umfassenden Hygienekonzept ließ sich auch das Ordnungsamt überzeugen. Es habe bereits das Konzert abgesegnet.

Doch was wenn nun eine zweite Welle kommt und damit ein neuer Lockdown? "Wir haben es so vorbereitet, dass in diesem Fall alle ihr Geld zurück bekommen, auch die Dienstleister sind eingeweiht", erklärt Geiser. Die Verluste seien dann in einem "tragbaren Bereich". Das Entgegenkommen der Dienstleister sei dadurch zu erklären, dass diese selbst sehr daran interessiert seien, dass Konzerte wieder stattfinden können. "Die sind froh über jeden, der gerade etwas macht", berichtet Geiser.

Von der Politik sieht er den Kulturbereich nicht ausreichend unterstützt: "Das wird schon alles ein bisschen vernachlässigt. Uns hat seit Corona noch keiner gefragt, wie es uns geht", kritisiert Geiser. Dementsprechend dankbar sei er den Sponsoren und den Käufern der Eintrittskarten. "Sie unterstützen damit die Bands und die Dienstleister."

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