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Vöhrenbach Kraftwerk könnte mehr Strom liefern

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Auf reges Interesse stieß der Tag des offenen Denkmals im Linacher Kraftwerk. Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder-Bote

Zum Tag des offenen Denkmals öffnete das Linacher Kraftwerk seine Türen. Henrik Dezman von der Gedea zeigte sich dabei freudig überrascht über das besonders große.

Vöhrenbach. Gut 200 Besucher informierten sich im Kraftwerksgebäude über den Linacher Stausee, seine Geschichte und nicht zuletzt auch über die aktuelle Stromgewinnung. Die Fragen waren sehr breit gestreut. Viele wollten sich einfach einmal diese historische Anlage ansehen. Andere Besucher wieder hatten ganz konkrete Fragen, beispielsweise zur Stromerzeugung im Allgemeinen. Genauso ging es aber um das Prinzip der Stromerzeugung aus Wasserkraft, wie sie im Linacher Kraftwerk praktiziert wird. Bei technischen Fragen zu vorhandenen und früheren Anlagen waren Henrik Dezman und Johannes Scherzinger von der Gedea (Gesellschaft für dezentrale Energieanlagen) die richtigen Ansprechpartner. Denn die Gedea hatte 1998 das stillgelegte Kraftwerk wieder zum Leben erweckt und produziert seither hier im Durchschnitt 1,2 Millionen Kilowattstunden an Strom im Jahr. Dies entspreche, so erläutert Henrik Dezman stolz, dem privaten Bedarf für 1300 Personen. Das Kraftwerk erzeugt also heute etwa ein Drittel der in Vöhrenbach benötigten Energie. Dabei könnte das Kraftwerk, darauf macht Henrik Dezman immer wieder aufmerksam, deutlich mehr Strom produzieren. Doch die Auflagen der Behörden sorgen dafür, dass die Wasserhöhe im Stausee nicht schwanken darf, also nur das aktuell jeweils zulaufende Wasser für eine Stromproduktion verwendet werden darf. Allerdings habe man nach Gesprächen mit dem Landrat erreicht, dass seit drei Jahren im Winter hier wenigstens ein Unterschied von 55 Zentimeter beim Wasserstand möglich ist, was schon eine wesentliche Verbesserung gebracht hat. Ganz anders wäre die Situation allerdings, wenn man den Wasserspiegel, wie bei einem solchen Speicherkraftwerk eigentlich üblich, je nach Bedarf auch um mehrere Meter senken dürfte, um dann Strom zu produzieren, wenn besonders viel benötigt wird.

Ein weiteres Anliegen von Henrik Dezman ist aber auch die Verwertung des Linacher Stroms. Deshalb war an diesem Nachmittag auch Felix Duffner vom Verein Energiewende Furtwangen zu Gast und informierte die Besucher über die Möglichkeit, über die Bürgerwerke den Linacher Strom zu buchen. Der Strom der Bürgerwerke stammt aus verschiedenen Anlagen mit erneuerbaren Energien und unterstützt damit auch den Erhalt solcher Anlagen, wie das Linacher Kraftwerk. Der Verkauf des Stroms über die Bürgerwerke bedeutet für das Linacher Kraftwerk einen deutlich höheren Ertrag, um die Anlage auch auf Dauer zu sichern.

Weitere Informationen: www.energiewende-ev.de

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