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Villingen-Schwenningen "Wir wollen uns Gehör verschaffen"

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Der Gesamtelternbeirat der Stadt (hintere Reihe von links): Margit Tamme, Pietro Giantomasi, Claudia Kienast, An­dreas Störmer, Angelique Glowania und Petra Krauß; (vorne sitzend) Karin Kohnle-Özdag und Claudia Heuser. Es fehlen Susanne Daschner und Margarete Fuchs. Foto: Elternbeirat Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Birgit Krause-Sittnick

Villingen-Schwenningen. Karin Kohnle-Özdag steckt voller Tatendrang. Die neue Gesamtelternbeiratsvorsitzende möchte während ihrer Amtszeit einiges bewegen. Als "Werkzeug" soll eine eigene Homepage dienen, die das Gremium derzeit erarbeitet.

In der Vorstandssitzung legten die Elternvertreter kürzlich ihre vorrangigen Ziele fest. Dazu zählt es, den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. "Uns fehlt es am Bewusstsein, dass wir eine Masse an Eltern und Wählern sind. Wir wollen uns Gehör verschaffen", betont Karin Kohnle-Özdag. Sich pädagogisch einzumischen sieht sie dabei nicht als ihre Aufgabe an. Aber: "Es gibt ganz große Unruhe bei den Eltern wegen des Sanierungsstaus", betont sie. Zum Teil warteten Schulen schon über ein Jahrzehnt auf Veränderungen.

Bereits bei der Einschulung ihres Sohnes sei am Gymnasium am Romäusring eine Mensa angekündigt worden. Mittlerweile stehe Dersim (17) kurz vor seinem Abschluss, eine eigene Mensa gebe es immer noch nicht, berichtet die zweifache Mutter von persönlichen Erfahrungen. Mit anderen Projekten sehe es nicht besser aus: "In manchen Schulen muss endlich was passieren, da muss man nicht mehr diskutieren." Fehlende Wärmedämmung oder gut ausgestattete Facharbeitsräume, nennt sie als Beispiele. So müsse das Gymnasium am Deutenberg dringend energetisch saniert werden. Der Gesamtelternbeirat möchte nun zusammentragen, welche Projekte wie lange schon in der Warteschleife verharren und welche Pläne die Stadtverwaltung verfolgt. Gemeinderäte als Mitstreiter gewinnen und den Verantwortlichen auf den Zahn fühlen, das haben sich die Elternvertreter fest vorgenommen.

Sie sehe sich aber auch als Impulsgeber, sagt Karin Kohnle-Özdag, die mit ihrer Familie im Brigachtal lebt. "Die Schule braucht neue Anstöße auch von Nicht-Pädagogen", ist die studierte Literaturwissenschaftlerin überzeugt. Und sie habe gemerkt, dass durch Hinterfragen neue Denkprozesse angestoßen würden. Oft gehe es um Dinge im Kleinen, die man etwas komfortabler machen könne. "Wir haben auch Rechte und können Gespräche einfordern", hebt sie hervor. "Die Umsetzung von G8 wäre sicher nicht so schief gelaufen, wenn man die Eltern nach ihren Vorstellungen gefragt hätte", meint Karin Kohnle-Özdag.

Damit der Gesamtelternbeirat nicht nach jeder Wahl von vorne beginnen muss, sollen nun auf einer eigenen Homepage Netzwerke, Kontakte, aber auch Ideen und Entwürfe festgehalten werden. Somit könnten die Nachfolger auf Bestehendes aufbauen und Projekte weiterführen. Mehr Nachhaltigkeit erhofft sich die Vorsitzende dadurch. Die 51-Jährige freut sich auf ihre neuen Herausforderungen und kann auf ein engagiertes Team bauen. "Dabei hätte ich nie gedacht, dass mich Elternarbeit packen könnte", gibt sie lachend zu.

Gepackt hat es sie offenbar doch. Denn die Elternbeiratsvorsitzende der Villinger Karl-Brachat-Realschule, wo ihre Tochter Selvi (15) die neunte Klasse besucht, engagiert sich dort auch mit einer eigenen Lese-AG, was ihr viel Spaß macht.

Den Gesamtelternbeirat der Schulen in Villingen-Schwenningen bilden: Vorsitzende Karin Kohnle-Özdag (Karl-Brachat-Realschule), die Stellvertreter Claudia Heuser (Goldenbühlschule) und Pietro Giantomasi (Bickebergschule) und die Beisitzer Claudia Kienast (Sprachheilschule), Andreas Störmer und Margit Tamme (Gewerbeschulen), Margarete Fuchs (GS Obereschach), Susanne Daschner (Gemeinschaftsschule Mönchweiler), Angelique Glowania (Haslachschule) und Petra Krauß (Gartenschule).

 
 

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