Mundart: Bärbel Brüderle erklärt Villinger Dialekt

VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G’sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke.

In der siebten Folge dieser beliebten Mundart-Serie geht es um Nodle, nodle, Gluuf, Lismete.

Nodle findet man an vielen verschiedenen Nadel­bäumen. Werden sie als Weihnachtsbäume verwendet, so fangen sie mit der Zeit an zu nodle, sie verlieren also ihre Nodle".

Mit Nodle kann man aber auch einen Schlenz im Hosefidle, also einen Riss im rückwärtigen Hosenteil, flicken. Dazu muss man aber erst einen Faden "iifässme", einfädeln, können.

Bei einer Gluuf, einer Stecknadel geht das nicht. Dann gibt es noch die Schliißguufe, die Sicherheitsnadel, mit der man kurzfristig einen Knopf ersetzen kann, aber auch schnell mal eine gerissene Naht reparieren.

Für eine Lismete (sprich- Lissmäddä), ein Strickzeug, braucht man Lismenodle, entweder je fünf oder zwei gleicher Länge und Stärke, oder aber eine Rundstricknadel. So kann man dann einen Lismer eine Strickjacke lisme.