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Villingen-Schwenningen Weihnachtsmarkt: 2017 bleibt es definitiv still

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Auch gebührenfreie Musik ist nicht so einfach: Auf den Weihnachtsmärkten bleibt es auch dieses Jahr eher still. Foto: Kienzler

Villingen-Schwenningen - Die fehlende Allgemeinbeschallung der Weihnachtsmärkte in Villingen und Schwenningen wird immer noch stark diskutiert. Die Veranstalter erklären, warum das Problem auch mit gemafreier Weihnachtsmusik nicht so einfach zu lösen ist.

Der Vorschlag, auf den Märkten gemafreie Musik zu spielen, war unter anderem im sozialen Netzwerk Facebook vorgetragen worden. Das ist allerdings, sagen die Veranstalter, nicht so einfach. "Das mit der gemafreien Musik ist immer eine sehr heikle Geschichte", erklärt Weihnachtsmarkt-Organisatorin Diana Graupner von der Südwest Messe- und Ausstellungs-GmbH. "Sobald ein (Weihnachts-)Lied neu interpretiert wird, ist es nicht mehr frei von Gema-Gebühren – da reichen bereits drei anders gespielte Töne oder Akkorde." Nur wenige Stücke stünden deshalb wirklich zur freien Verfügung.

So sei Live-Musik diesbezüglich schwierig umzusetzen, denn diese müsste exakt in der freien Version vorgetragen werden. "Wenn man ein Musikprogramm macht, sollte aber jedem Künstler freigestellt sein, so aufzutreten, wie er es möchte", sagt Graupner. Bei Chören mit Kindern, fährt die Organisatorin fort, sei beispielsweise "In der Weihnachtsbäckerei" sehr beliebt. Da die Version von Rolf Zuckowski jedoch gebührenpflichtig sei, müsste man den Kindern das Singen eben dieser verbieten. "Deshalb zahlen wir bereits 3800 Euro an die Gema für die Auftritte in unserem Bühnenprogramm", erklärt Graupner.

Einer dauerhaften Beschallung der Märkte über Lautsprecher stehe aus genannten Gründen ein Liederrepertoire zur Verfügung, mit dem man "gegebenenfalls eine Stunde füllen" könne. Zum einen wolle man bei der musikalischen Untermalung mehr Abwechslung reinbringen, zum anderen sei gerade für diejenigen, die sich länger auf dem Markt aufhalten – wie die Aussteller – eine solche Dauerschleife doch sehr anstrengend, sagt die Organisatorin.

Bei einer Gesamtbeschallung, bei der sich der Beitrag über die Quadratmeterzahl berechne, käme man auf etwa 6000 bis 7000 Euro pro Weihnachtsmarkt. Hinzu komme, dass man von der Gema eine fixe Zahl erst recht spät bekomme. "Andere zusätzliche Kosten, etwa durch die Tontechnik, sind verkraftbar. Aber kurzfristig das Doppelte zu zahlen, das ist natürlich schwierig", sagt Graupner.

Die Verträge mit den Ausstellern seien zu dem Zeitpunkt bereits abgeschlossen gewesen, deshalb habe man den Betrag auch nicht nachträglich auf diese Umlegen können. Darum sei nun der Plan, im kommenden Jahr so bald als möglich auf die Gema zuzugehen und in Gespräche, beziehungsweise Verhandlungen zu treten. "Je eher wir den Betrag kennen, mit dem wir planen müssen, können wir Alternativen abwägen", sagt Graupner. Dabei sei beispielsweise auch eine Sponsorensuche denkbar. "Es ist natürlich schade, weil die Stimmung ohne Musik nicht so weihnachtlich ist, wie man sich das wünscht. Aber wir sind auf Lösungssuche", verspricht die Organisatorin.

Für dieses Jahr sei das Thema laut Graupner allerdings "leider durch". Eine spontane Sponsorensuche oder eine Spendenaktion von Bürgern würde nicht weiterhelfen, da die nötige Tontechnik fehlen würde.

Generell spreche nichts dagegen, das Glockenspiel des Münsters in Villingen zur Untermalung zu nutzen. "Das Glockenspiel klingt wunderschön, es ist aber schwierig, unsere Programmpunkte darum herum zu basteln. Die Auftritte des Bühnenprogramms beginnen beispielsweise ja erst, wenn das Geläut vorbei ist", sagt Graupner. Aber es sei nicht möglich, die Marktbesucher wegen des Glockenspiels zu bitten, leiser zu sein. Schließlich besuche man einen Weihnachtsmarkt ja, um sich mit anderen zu treffen und zu unterhalten.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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