Mundart: Bärbel Brüderle erklärt den Villinger Dialekt

VS-Villingen. "Dialekt macht nicht nur Spaß, er ist auch für was gut." Bärbel Brüderle, Vorsitzende der Muettersproch-G'sellschaft Villingen, bricht eine Lanze für die Mundart und der Schwarz­wälder Bote hilft ihr dabei. Wir erklären in unregelmäßigen Abständen Villinger Ausdrücke.

In der 16. Folge dieser Serie geht es um Hippe, Hippen, Schobe, Häs und Monduur.

Für Hippe gibt es eine ganze Menge Bedeutungen

1. ein selbst gefertigtes Blasinstrument aus Weidenrinde

2. Kosewort für ein kleines Mädchen

3. eine magere Frau

4. ein Garten- oder Rebmesser mit gekrümmter Klinge

5. vielerorts heißt so die Tracht oder zumindest der Rock dazu.

Zu der Tracht gehört dann auch der Schobe, eine Jacke, auch Tschobe genannt.

Mit Häs ist die Kleidung gemeint, als Werchtighäs, ­Sunntighäs und hier speziell als Fasnethäs.

Trägt man zur Arbeit eine berufstypische Kleidung, dann nennt man sie auch schon mal Monduur.

Hippen nennt man ein aufgerolltes, zylinderförmiges Gebäck aus Waffelteig.

Wie sich unsere Sprache ändert erklärt der Satz: "Frühner hät mer s Häs in Kaschte due, heute hängt man die Kleider in den Schrank."