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Villingen-Schwenningen Vom Herzensprojekt zum Produkt

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Marwin Sommer (links) und Andreas Fröher (rechts) strahlen über beide Ohren: Sie haben es geschafft und ihren Traum einer eigenen Shisha Realität werden lassen.Foto: Geiger Foto: Schwarzwälder Bote

Der Traum einer eigenen Shisha entwickelte sich für fünf junge Männer zu einem vielversprechenden Projekt.

Villingen-Schwenningen. Seit November letzten Jahres arbeitet Marwin Sommer, gebürtiger Mönchweiler, an seinem persönlichen Traum – einer eigenen Shisha.

Vor vier Jahren hat er seine Liebe zur Wasserpfeife entdeckt. Anfangs hat der 27-Jährige mit Freunden gelegentlich in der Garage Shisha geraucht. Irgendwann entwickelte man zum Spaß einen Banner, mit dem Namen "Sommer Lounge". Man rauchte mit Shishas von verschiedenen Herstellern, doch immer hat irgendetwas nicht gepasst und es gab einige Stellen, an denen die Freunde Verbesserungsbedarf sahen. Also beschloss man eine Shisha herzustellen, bei der all dies optimiert werden sollte.

Sein Arbeitskollege Andreas Fröher war für den technischen Teil, unter anderem für die Dreh- und Frästeile, der Shisha verantwortlich. "Davor hatte ich mit Shishas keinerlei Berührungspunkte", erzählt der Familienvater. Beide arbeiten bei der montratec GmbH in Niedereschach. Das nebenberuflich laufende Projekt sei in der Firma angemeldet und vom Chef abgesegnet. Zusammen mit Marwin Sommers Bruder Jannik und den Freunden Viktor Eisele und Yannick Aister konnte jeder seinen individuellen Teil zum Projekt beitragen. Diese sind in den unterschiedlichsten beruflichen Bereichen tätig – von Jura, über Architektur bis hin zu Web Development.

Die Shisha wurde "Sowl" getauft. Dies ist eine Zusammensetzung aus der Sommer Lounge und dem englischen Wort für Eule. Dieses Tier haben sie nach einer Zeit in dem Banner entdeckt. Zudem klinge der Name wie das englische Wort für Seele, was nichts geringeres bedeuten soll, als dass es ein reines Herzensprojekt sei und aus purer Leidenschaft entstanden ist.

Die Shisha ist minimalistisch gebaut und soll dem Prinzip "Weniger ist mehr" entsprechen. Materialien, die zur Herstellung verwendet wurden, sind V2A Edelstahl und Böhmisches Kristallglas. "Vorher hatte ich von Glas gar keine Ahnung. Ich wusste nur, dass die Gläser von McDonald’s nicht so stabil sind", lachte Marwin Sommer. Das Glas wird in Tschechien mundgeblasen. Dieses sei sehr stabil. Jemanden hierfür zu finden, war jedoch nicht einfach. Regional wurde man oft abgelehnt. Das Eulen- Logo auf der Shisha ist zudem sandgestrahlt. Oben an der Shisha hat das Team eine Art Sombrero entwickelt, damit die Molasse gesammelt wird. Dies kennen sie in dieser Form von keiner herkömmlichen Shisha. Der optimale Wasserstand von einem Liter wird bei den Ohren der Eule erreicht. Es wurden komplizierte Berechnungen zum Wasserstand durchgeführt, damit weder zu viel noch zu wenig Dampf im Gefäß ist. Der magnetische Sowl Connector verbindet Base und Schlauch miteinander. Dies soll der Gefahr vorbeugen, dass wenn man über den Schlauch stolpert, die ganze Shisha mit umfällt. Der abschraubbare Schalldämpfer ist bereits enthalten. Später soll es die Möglichkeit geben, andere Ringe mit dem jetzigen zu wechseln, damit der Dampf an einer anderen Stelle austritt. Im Moment entweicht dieser nach unten. Das Team ist der Überzeugung, dies sei besser, weil es weniger Luftfelder als oben gibt und der Dampf folglich nicht so aufgewirbelt wird. "Dies war mit der komplizierteste Teil", berichtet Fröher. In Zukunft soll, falls machbar, der Dampf beleuchtet werden. Die Shisha, die in Triberg produziert wurde, kostet 270 Euro. Der Prototyp ist aktuell noch etwas zu schwer, was allerdings nachgebessert werden soll.

Mitte November stehen die ersten 150 Stück zum Verkauf. Hiervon ging schon die Hälfte im Voraus weg. Unter anderem haben auch internationale Shishashops sowie -bars ihr Interesse gezeigt. Vor allem auf letztere soll als Abnehmer gezielt werden. Das Imagevideo auf der Instagramseite von Sowl Hookha fand große Resonanz und wurde innerhalb kürzester Zeit schon oft geklickt. Auch wurden sie schon von einigen Bloggern angeschrieben, die angeboten haben auf ihren Seiten Bilder mit der Shisha zu posten. Die Jungs wollen das ganze nach und nach professionell aufziehen. Der Shisha beigefügt werden, soll ein Zertfikat, mit dem Titel "One Man – One Sowl". Offizieller Vertriebspartner wird die Lavinia Lounge in Rottenburg, die einem guten Freund von ihnen gehört. Dieser hat sich im Vorfeld bereits 25 Shishas gesichert. Die Jungs besuchten dieses Jahr die Shisha Messe und wollen nächstes Jahr mit dem Partner aus Rottenburg selbst teilnehmen. Auch eine traditionelle Shisha aus Messing mit dem Namen "Golden Sowl" steht in den Startlöchern. Momentan sind die Jungs die einzigen Shisha-Hersteller im Schwarzwald. Aktuell sind sie mit der Unternehmensgründung beschäftigt.

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