Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Vielerorts engagiert

Von
Siegfried Heinzmann feiert seinen 80. Geburtstag.Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Schwenningen. Seine Familie bereitet ihm an diesem Samstag einen Überraschungstag. Denn Siegfried Heinzmann, Kreis- und Gemeinderat, Heimatforscher, Autor und Träger des Bundesverdienstkreuzes, wird 80. Schon als Kind habe er sich vorgenommen, einmal ein Buch zu schreiben, erzählt der Jubilar schmunzelnd. Mit 14 lernte er den Beruf des Werkzeugmachers, war mit 23 der jüngste Meister seines Gewerks im Land. Seine berufliche Karriere beendete er nach langen Jahren als Betriebsleiter eines Dauchinger Herstellers von Papierverarbeitungsmaschinen.

Seine Freizeit gehörte neben seiner Familie – vier Kinder, Schwiegerkinder und neun Enkel – auch seinem historischen und politischen Engagement. Besonders die Schwenninger Geschichte "faszinierte und fesselte mich", sagt er. Sein erstes Buch schrieb er 1988 über alte Grenzen und Grenzsteine, mit eigenen Zeichnungen und Fotos. 1992 folgten die "Wegspuren einer Wäldersippe", für die er zehn Jahre lang die eigene Familiengeschichte erforschte und die väterliche Linie bis 1590 zurückverfolgte.

Eigene Kindheitserlebnisse aus der Kriegs- und Nachkriegszeit veröffentlichte er 2004 in "Feurio! Der Neckar brennt!", das auch als Hörbuch vorliegt. Zum Jubiläum der Stadterhebung Schwenningens erschien "Meine Stadt wird Hundert", im Jubiläumsjahr 2017 veröffentlichte er die Entwicklungsgeschichte ab 817 unter dem Titel "…mit langer Hos’ und Dächleskapp...". Sein erster Roman, "Marias kleines Glück", in dem er die letzten Kriegstage im Schwarzwald und auf der Baar beschreibt, soll 2021 neu aufgelegt werden.

Lange Jahre war Siegfried Heinzmann stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins und Vorsitzender des Förderkreises für das Uhrenindustriemuseum. Klar, dass er zur Museumsentwicklung eine feste Meinung hat: "Ich will für das Heimatmuseum, das Uhrenindustriemuseum und die Städtische Galerie als Kulturzentrum, in dem die Identität Schwenningens abgebildet wird, einen Neubau auf dem Bürk-Areal." Die Geschichte dürfe nicht unter die Räder kommen – die Verschiebung einer Entscheidung "auf den St. Nimmerleinstag wäre eine Katastrophe".

Im Dezember 2019 erhielt Siegfried Heinzmann für seine Verdienste im Ehrenamt das Bundesverdienstkreuz am Bande. Damals erahnte noch niemand die Auswirkungen des Coronavirus. "Ich nehme die Pandemie sehr ernst", sagt der 80-Jährige, der mit seiner Frau Renate ab März wochenlang zu Hause blieb. "Vom geistigen Dünnschiss mancher Besserwisser zu dem Thema halte ich gar nichts."

Artikel bewerten
5
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.