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Villingen-Schwenningen 1982: Der Mörder als Bestseller-Autor

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Zwei Leichen fand die Polizei am Morgen des 10. Dezember 1982 in einer Erdgeschosswohnung in der Vockenhauser Straße in Villingen. Zuvor war der Mitarbeiter einer benachbarten Schreinerei durch ein Fenster eingestiegen, weil er dort einen Brand entdeckte. Gelegt von Fritz Mertens, der eine Bekannte und dessen Freund umgebracht hatte. Später wird er zum Bestsellerautor.

Doch der Reihe nach: Es war gegen 2 Uhr in jener Nacht. Als der 19-jährige Mertens die Wohnung seiner 30-jährigen Bekannten verlassen möchte, stand diese plötzlich nackt vor ihm. Beide hatten zuvor reichliche Alkohol konsumiert und vor allem Mertens verdrängte offenbar, dass der 24-jährige Freund seiner Bekannten bald nach Hause kommen könnte, als es sich die beiden auf dem Sofa bequem machten.

So kam es dann auch. Der streitsüchtige und brutale Mann ging, als er kurz darauf durch die Wohnungstüre tritt, auf Martens los, verpasste ihm einen Kinnhaken. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch die Wohnung kann der 19-Jährige einen Schlag mit einer Cognac-Flasche abwehren und stach daraufhin sofort auf seinen Widersacher ein. Er verblutet.

Anschließend, so berichtet er, drehte er ein weiteres Mal durch und rammte seiner Bekannten ein Küchenmesser in Brust und Rücken – insgesamt zehn Mal. Um die Spuren zu verwischen, legte er den Brand. Zu diesem Zeitpunkt lebte die 30-Jährige noch.

Da sämtliche Spuren vernichtet wurden, kommt die Polizei erst dank eines Mitbewohners des Übergangswohnheims auf die Spur des jungen Mannes. Er wird knapp ein Jahr später wegen Mord an seiner Bekannten und Totschlag ihres Freundes zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Zuvor schrieb er seine erschütternde Lebensgeschichte von häuslicher Gewalt und die Geschehnisse an jenem Tag nieder, die anschließend als zwei Bände unter dem Pseudonym Fritz Mertens erschienen und zum Bestseller wurden. 2008 starb der entlassene Mörder an einem Schlaganfall.

 
 

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Cornelia Spitz

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