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Villingen-Schwenningen Ex-Hess-Vorstände sollen halbe Million veruntreut haben

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Um Vorgänge der Ex-Vorstände von Hess ging es vor Gericht. Foto: © sebra/Fotolia.com

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Villingen-Schwenningen - In den Augen des Vorsitzenden Richters Dr. Brinkmann der neunten Kammer für Handelssachen am Landgericht Konstanz ist es erwiesen: die Ex-Hess-Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler sollen eine halbe Million Euro zu Lasten der Hess Lichttechnik GmbH in Löbau veruntreut haben. Das Gericht fällte ein entsprechendes Urteil.

Das ehemalige Firmenkonstrukt der schließlich in einen großen Bilanzskandal verwickelten Hess-Gruppe war nicht leicht zu durchschauen – und auch so manches Geschäft war es nicht. Bei einer Schadensersatz-Verhandlung am Landgericht Konstanz ging es nun um ein solches. Der Prozess drehte sich um den Kauf eines Grundstücks im Jahre 2011. Damit sollte der Betrieb der Hess Lichttechnik GmbH (HLT) im sächsischen Löbau erweitert werden.

Warum haben Christoph Hess und Peter Ziegler nicht zugegriffen, als sie ein Grundstück zur Erweiterung des damaligen Hess-Werks im sächsischen Löbau für 580.000 Euro hätten kaufen können? Stattdessen sollen sie diesen Deal der eigens gegründeten K+K Objekt GmbH mit Sitz in Essen, vertreten durch Geschäftsführerin Kirsten B. überlassen haben – um ihr dasselbe Grundstück später für über eine Million Euro abzukaufen. Die Krux: Die K+K Objekt GmbH soll zwar nicht nur Hess-Gruppe gehört haben, aber unter dem alleinigen wirtschaftlichen Einfluss von Christoph Hess und Peter Ziegler gestanden haben. Ein fragwürdiges Geschäft also in den Augen des Gerichts, das nun ein entsprechendes Urteil gefällt hat.

Laut Anklage soll alles anders geplant gewesen sein. Hess oder die HLT, beides Gesellschaften, welchen Christoph Hess und Peter Ziegler als Geschäftsführer vorstanden, hätten ursprünglich Käufer des besagten Grundstückes sein sollen. Doch dann habe man die Sache anders geregelt: Die Verkäufer – eine Familie, die dort einen Elektrogroßhandel betrieben hatte –­ sei überredet worden, stattdessen an die K+K Objekt GmbH zu veräußern. Die Hess Gruppe ihrerseits habe dafür garantiert, dass das Geld auch tatsächlich fließen werde.

Unter dem Strich, so die Schlussfolgerung des Landgerichts, ein pflichtwidriges Immobiliengeschäft, das Hess und Ziegler als damalige Hess-Vorstände begangen haben sollen. Der Firma HLT sei durch den geänderten Grundstücks-Deal ein Schaden von etwa einer halben Million Euro entstanden, meint das Gericht. Christoph Hess und Peter Ziegler wurden deshalb in einem Untreue-Prozess dazu verurteilt, eine halbe Million Euro zuzüglich Zinsen an Insolvenzverwalter Martin Mucha zu bezahlen, der Insolvenzverwalter der Hess Lichttechnik GmbH in Löbau ist.

Die Anwälte von Hess und Ziegler argumentierten damit, dass man es habe vermeiden wollen, in der Bilanz der HLT stille Reserven zu bilden – das Gericht jedoch folgte ihrer Argumentation nicht. Auch die Auffassung der ehemaligen Hess-Vorstände, wonach das Grundstück ohnehin einen Wert von über einer Million Euro hätte, war für das Gericht unerheblich – schließlich hätte die Hess Lichttechnik GmbH die Möglichkeit gehabt, das Grundstück zum Preis von 580.000 Euro zu kaufen.

Die K+K Objekt GmbH hat im Laufe des jahrelangen Rechtsstreits Insolvenzantrag gestellt, weshalb der Rechtsstreit gegen diese GmbH unterbrochen wurde und noch nicht weitergeführt worden ist.

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