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Villingen-Schwenningen Seine Liebe zu Italien geht aber nicht durch den Magen

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Raffaele Vinci wird am Dienstag 80 Jahre alt und zeigt sich fürs Foto dort, wo er am liebsten ist – an der Seite seiner Ehefrau Gisela. Foto: Spitz Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Obereschach. Raffaele Vinci ist ein Italiener durch und durch. Er liebt das Land in Stiefelform, seine deutsche Ehefrau Gisela und natürlich das "Dolce Vita", jene süße italienische Lebensart, mit der die Italiener das Leben zu feiern pflegen. Wenn Raffaele Vinci aber heute, Dienstag, 20. August, feiert, dann hat das einen ganz einfachen Grund: Er wird 80 Jahre alt.

Der Jubilar selbst ist kein Mann der großen Worte oder der langatmige Reden schwingt. Im Gegenteil: der Wahl-Obereschacher ist ein zurückhaltender Mensch und beliebt für seine bescheidene, freundliche Art. Seine sizilianischen Wurzeln aber, die kann der Jubilar auch nach 58 Jahren in Deutschland nicht verbergen – dann und wann schlägt auch das südländische Temperament bei ihm durch.

Auch das war es, was seine Ehefrau Gisela von Anfang an an Raffaele Vinci fasziniert hat – wenngleich seine Liebe fürs Leben auch erst die Hauptrolle in seinem Leben spielt, seitdem Raffaele Vinci nach Deutschland gekommen ist. Geboren wurde der Jubilar vor 80 Jahren in Palagonia in der Region Sizilien als eines von sechs Kindern. Neben zwei Schwestern und drei Brüdern war er der drittälteste Sohn und wuchs in der mittelgroßen italienischen Stadt auf, etwa zwei Autostunden vom Meer entfernt.

Eine tolle Kindheit habe er dort verbracht, erzählt der Obereschacher im Gespräch mit unserer Redaktion. In einer Uhrenfabrik in Italien machte er auch seine beruflichen Anfänge. Als sein älterer Bruder Salvatore, der nach Deutschland ausgewandert war, ihm von den guten Jobs für die Gastarbeiter in Deutschland und den "schönen blonden Frauen" erzählte, da wollte auch Raffaele dort sein Glück versuchen.

Nach Schonach verschlug es den damals 21-jährigen Italiener – und recht bald auch in die Arme seiner Gisela, die sich auf den ersten Blick in den charmanten Italiener verliebte. 1961 verlobten sie sich, 1962 schenkte das Paar seiner Tochter Annamaria das Licht der Welt und ein Jahr später Sohn Giuseppe. 1963 läuteten die Hochzeitsglocken –­ 2013 taten sie das im übrigen erneut, als die beiden ihr Eheglück mit dem Fest zum 50. Ehejubiläum vergoldeten.

In Schonach hielt es die Vincis nicht lange, zunächst wechselten beide zur Firma Moser nach Unterkirnach und 1965 schon wartete auf den geschickten Italiener eine gute Stellung bei der Villinger Firma Kienzle Apparate – auf die Produktion von Uhren verstand er sich ja bereits in seiner sizilianischen Heimat. Und auch Ehefrau Gisela fand dort Arbeit. Seit 2002 muss die Firma ohne den fröhlichen Italiener auskommen – seitdem ist Raffaele Vinci im Ruhestand und genießt mit seiner Frau den Alltag im Haus seiner Tochter und seines Schwiegersohnes in Obereschach und gerne auch in Gesellschaft seiner Enkelin und ihres Mannes. Auf seiner Terrasse widmet sich Raffaele Vinci ansonsten gerne seinem Kräuterbeet und der Aufzucht von Tomaten.

Seinen Heimatort Palagonia in Italien, wo das Paar lange Zeit noch einen Zweit­wohnsitz besaß und regen Kontakt zur ­Verwandtschaft pflegte, liebt ­Raffaele Vinci natürlich noch immer – in einer Sache aber ist er über all die Jahre dann doch typisch deutsch ­geworden: Raffaele Vinci liebt Brot statt Pasta. Und wenn ihm mal, was selten vorkommt, ­etwas so richtig gegen den Strich geht? "Wenn ich schimpfe, dann schimpfe ich auf Italienisch", gesteht er ­lachend und zwinkert seiner Ehefrau schelmisch zu. Doch seine Gisela ist längst ebenso Italienerin geworden wie er Deutscher und kontert prompt: "Ja, aber ich versteh’s!"

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