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Villingen-Schwenningen Rietheim: Mögliches Baugebiet erhitzt Gemüter

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Dicht gedrängt sitzen die Zuhörer im Sitzungssaal, als es ums Thema "Baugebiet" ging. Foto: Ursula Kaletta

VS-Rietheim - Recht lebhaft und mitunter sehr turbulent ging es in der jüngsten Ortschaftsratsitzung zu, die erstmals unter der Regie von Ortvorsteher Bernd Bucher stattfand. Grund war das Vorhaben, für den Ort ein Baugebiet zu erschließen.

Rund 20 Einwohner füllten den Sitzungssaal. Rasch mussten weitere Stühle hereingebracht werden. " Ich freue mich über so viele interessierte Bürger, aber es macht mir auch ein bisschen Angst," begrüßte Bucher schmunzelnd die Zuhörer.

Beim Tagesordnungspunkt Fragen und Anregungen der Bürger entwickelte sich eine hitzige Debatte. Die anwesenden Grundstücksbesitzer äußerten ihre Befürchtungen, dass ein Neubaugebiet mit etwa 70 Bauplätzen auf dem Gebiet zwischen dem Wettgraben und Richtung Pfaffenweiler entstehen solle. "Wenn die Stadt für zehn Hektar Land vier Millionen Euro ausgeben möchte, dann hat sie doch etwas ganz Bestimmtes damit vor, worauf der Ortschaftsrat keinen Einfluss haben wird!", befürchtete eine Einwohnerin.

"Wertvolles Feuchtgebiet"

Eine andere Rietheimerin bemerkte, dass sie sehr erschrocken sei, als der Ortsvorsteher kam und anfragte, ob sie bereit sei, einen Teil ihres Grundstückes zu verkaufen. Das sei ein wertvolles Feuchtgebiet, das müsse erhalten bleiben und dürfe nicht bebaut werden

Ein Zuhörer warf ein, dass damit noch mehr Verkehr in den Ort bringen würde und durch eine zusätzliche Straße, die dann gebaut werden müsse, würde man sich fühlen wie in einem Sandwich, denn die Grundstücke würden halbiert werden. Auch wurde darauf aufmerksam gemacht, dass das vorgesehene Gebiet regelmäßig überschwemmt werde. Als Beweismaterial wurden den Räten Fotos gezeigt. "Wieso will die Stadt eine nasse Wiese kaufen?" lautete eine kritische Frage.

Zunehmend steigerte sich die aufgebrachte Stimmung im Saal, die Redner aus den Zuhörerreihen fielen sich gegenseitig lautstark ins Wort. Bernd Bucher und seine Amtskollegen Eberhard ­Bertsche und Roland Messmer versuchten, die aufgebrachten Bürger zu beruhigen.

Rietheim benötige dringend Bauplätze, um durch junge Familien die Infrastruktur zu erhalten, wozu auch der Kindergarten und die Grundschule gehören.

"Wenn tatsächlich ein Baugebiet entsteht, dann werden es höchstens 20 Bauplätze sein", erklärte Bucher. Dass er zuvor mit den Grundstückseigentümern gesprochen habe, sei seiner Ansicht nach der richtige Weg gewesen, denn bevor weitere Pläne gemacht werden können, müssen zunächst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Zudem sei es ihm wichtig gewesen, dass die Eigentümer das Vorhaben aus erster Hand erfahren und nicht erst durch ein Schreiben vom Liegenschaftsamt. Wenn es noch in diesem Jahr abgeklärt werden könne, komme man damit in ein schnelleres Verfahren, ansonsten würde es drei bis vier Jahre gehen, bis Baugrundstücke zur Verfügung stehen werden. Eberhard Bertsche fügte hinzu, dass keiner enteignet werden solle. Ob und wie weit dieses Gebiet bebaut werden könne, würden Fachbehörden entscheiden, erklärte Bucher. Diese würden mit Bedacht planen. Wenn es überhaupt ein Baugebiet werde, gäbe es einen Unterschied zwischen Feld- und Baulandpreisen.

Bucher glättet Wogen

Letztendlich gelang es dem Rathauschef souverän, die aufbrausenden Wogen zu glätten. Er versicherte, dass die Bürger sofort über neue Erkenntnisse informiert werden. Es sei ihm sehr wichtig, eine einvernehmliche Lösung zu finden. "Entscheidungen sollen so ausfallen, dass sich alle Einwohner in ihrem Ort wohlfühlen", beendete er beruhigend diesen Tagespunkt.

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