Das Thema gehört in die Kategorie lokalpolitischer Dauerbrenner, denn schon seit Jahren ist Weilersbach wie andere Stadtbezirke auch vom schnellen Internet der Telekom abgeschnitten. Foto: dpa

Breitbandkabel-Versorgung wird zum Dauerbrenner. Alternative Lösung angestrebt.

VS-Weilersbach - Das Thema Breitbandkabel-Versorgung sorgt in Weilersbach weiterhin für Verdruss. Ratsherr Jens Steinhäuser forderte, sich nicht mit der Absage der Telekom zufriedenzugeben: "Wir müssen uns überlegen, wie wir alternative Lösungen umsetzen können."

Das Thema gehört in die Kategorie lokalpolitischer Dauerbrenner, denn schon seit Jahren ist Weilersbach wie andere Stadtbezirke auch vom schnellen Internet der Telekom abgeschnitten. Im vergangenen Jahr ließ die Stadt sogar Leerrohre von der nach Niedereschach führenden Leitung bis zur Zolltafel legen – doch bei der anschließenden Ausschreibung zuckte die Telekom zurück: "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" hätten sich verschlechtert, habe Weilersbach als Telekom-Antwort vom Oberbürgermeister übermittelt bekommen, berichtete Michael Kaltenbach, stellvertretender Ortsvorsteher.

Gerade diese Information immer nur aus zweiter Hand stört Steinhäuser: "Ich finde es schade, dass diese Gespräche immer hinter verschlossenen Türen stattfinden. Wir sollten darauf bestehen, als Betroffene an einem Gespräch mit der Telekom direkt teilnehmen zu können." Die in seine Verärgerung eingebettete Vermutung, die Vertreter der Stadt hätten wohl nicht ernsthaft und energisch genug verhandelt, wies Ortsvorsteherin Silke Lorke zurück. Das Problem und dessen Dringlichkeit seien vollumfänglich erkannt – einzig die Telekom stelle unerfüllbare Forderungen.

Diese Forderungen lassen sich auch beziffern: 50 000 Euro soll die Stadt zahlen, damit Weilersbach ans schnelle Internet angeschlossen wird. Wie wenig Interesse das noch immer vom Staat mehrheitlich gehaltene Unternehmen an Weilersbach habe, zeigten die angebotenen Alternativen der Telekom, so Kaltenbach: "Über Verstärkungen der vorhandenen Leitung könnten Download-Raten von zwei Mbit angeboten werden", so Kaltenbach – allerdings für eine monatliche Grundgebühr von 250 Euro, "und da ist Telefon oder eine Telefon-Flatrate noch gar nicht dabei." Das sei in etwa der zehnfache Preis für veraltete Technik im Vergleich zu dem, was in den Ballungsgebieten angeboten werde, stellte der Rat fest.

So komme man nicht weiter meinte Steinhäuser, "wir müssen uns überlegen, ob wir eine alternative Finanzierung gestemmt bekommen." Vor allem setzte er sich dafür ein, die Sache endlich selbst auf Ebene des Ortschaftsrates und des Stadtbezirkes in die Hand zu nehmen. Eine Stellungnahme der Pressestelle der Telekom war bis Redaktionsschluss nicht zu erhalten.

Als ein weiteres Dauerthema entpuppt sich die Herrichtung des Waldspielplatzes. Schon Vor-Vorgänger Wilfried Stern hatte mit der Forstverwaltung verhandelt, den idyllisch gelegenen Platz aufzuwerten – ohne Erfolg. Der Rat beauftragte Ortsvorsteherin Silke Lorke, nochmals bei Amtsleiter Tobias Kühn vorstellig zu werden, um auf ein Engagement der Stadt für die Kinder zu drängen.

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