Die Eschach-Kobolde, hier vor ihrem Stüble in der Villinger Goldgrubengasse, freuen sich über die SchwaBo-Urkunde, die sie als Villinger Sieger des diesjährigen Stüble-Wettbewerbs in Empfang nehmen dürfen. Foto: Kratt Foto: Schwarzwälder Bote

Stüble-Wettbewerb: Eschach-Kobolde und Bauchenberg-Hexen sind eindeutige Sieger

Mit einem Strahlen blicken die Narren auf die Hohen Tage in der Doppelstadt zurück. Und die wurden in den zahlreichen Stüble ausgiebig gefeiert – besonders bei den Eschach-Kobolden in Villingen und den Bauchenberg-Hexen in Schwenningen. Sie wurden wieder zum eindeutigen Sieger des Stüble-Wettbewerbs gekürt.

Villingen-Schwenningen. In 35 Stüble in Villingen und in Schwenningen ging es zwischen dem Schmotzigen und dem Fasnetsdienstag hoch her. Auf der Homepage des Schwarzwälder Boten konnten die Narren ihre beliebteste Besenwirtschaft in beiden Stadtbezirken küren – rund 1400 Stüble-Gänger haben mitgemacht.

Mit 61 Prozent haben es in Villingen zum dritten Mal hintereinander die Eschach-Kobolde auf den ersten Platz geschafft. Seit neun Jahren gibt es den quirligen Verein aus Obereschach schon, und zum neunten Mal haben die 36 aktiven Mitglieder in der Goldgrubengasse zur Fasnet eine Besenwirtschaft auf die Beine gestellt, wie der Vorsitzende Sven Schlegel berichtet.

Das sei zwar mit viel Aufwand verbunden, doch es komme immer mehr Routine hinein. "Es macht Spaß, vor allem wenn man sieht, was dabei herauskommt." Herausgekommen ist auch ein in diesem Jahr ein stets propenvolles Haus, das mit Schlagern, Après-Ski- und Schunkelliedern vor allem ein Publikum "Ü 25", so Schlegel, angelockt hat. Und das Publikum sei es, was den Ausschlag für den Erfolg des Stüble gebe. Die erfreuliche Bilanz: Bisher seien die Stüble-Nächte immer friedlich verlaufen.

Neben dem Stüble-Betrieb haben die Eschach-Kobolde, die im nächsten Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern – zum Auftakt am 16. Januar 2021 mit einem Jubiläumsball – auch beim Narrentreiben mitgemacht: Am Montag beim "Rum- und Num-Umzug" in Obereschach sowie erstmals am Dienstag beim großen Umzug in Villingen.

Auf dem zweiten Platz bei der Villinger Abstimmung gelandet ist die Glonki-Gilde, die ihr Stüble in der Gerberstraße geöffnet hatte, Platz drei belegt die Schanzelzunft mit ihrem Beizle in der Bicken­straße.

Zum fünften Mal Sieger

Unangefochtener Sieger in Schwenningen – und das schon zum fünften Mal – sind die Bauchenberg-Hexen. Ihre Besenwirtschaft im Insider in der Bildackerstraße, die sie ebenfalls zum fünften Mal dort betreiben, kam bei 68 Prozent der Stüble-Gänger am besten an.

Erfreut nimmt der Vorsitzende Andreas Merkle zusammen mit seiner Truppe die Urkunde bei der Hexenverbrennung am Dienstagabend entgegen. Das Erfolgsrezept der Besenwirtschaft, die vom Schmotzigen bis Sonntagabend nach dem Sonntag angelockt hatte? Merkle nennt unter anderem die Schorlekarte und die Likörbar. Natürlich sei auch die Musik ein wichtiger Faktor. Diese sei stets gemischt – ebenso wie das Publikum, das zur guten und vor allem friedlichen Stimmung beigetragen habe.

Rund 100 Mitglieder zählt der Verein, der seit 2004 besteht, aktuell, davon 65 aktive. Fast genauso viele haben rund um die Organisation des Stüb­les mitgeholfen. Nach dem Mitwirken bei der Schwenninger Fasnet mit Höhepunkt des Umzugs am Sonntag haben die Bauchenberg-Hexen am Montag beim Umzug in Hüfingen teilgenommen, am Dienstag in Deißlingen.

Auch wenn an den Hohen Tagen mittlerweile 14 Stüble in Schwenningen ihre Türen öffnen, bedauert der Vorsitzende, dass nicht mehr Fasnetsvereine eine Besenwirtschaft auf die Beine stellen. "Hoffentlich ändert sich das einmal."

Den zweiten Platz belegt der BSV Schwenningen, der seine "BeSenVirtschaft" erstmals im M17 in der Harzerstraße geöffnet hatte, während die SchwaBo-Leser den Elchstall der Urzeit Elche in der Silcherstraße auf den dritten Platz gewählt haben.