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Villingen-Schwenningen Kunstwelt kämpft um Galerie

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Bedrohte Art: die Städtische Galerie in Schwenningen. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Künstler aus ganz Deutschland, aus Städten wie München, Stuttgart oder gar Berlin, sogar eine aus Barcelona, wollen mit ihrer Petition nur eines verhindern: Die Schließung der Schwenninger Galerie.

Für Kunstschaffende und Kulturliebhaber war es ein Paukenschlag: Die von der Coronakrise und einem großen Haushaltsloch immens geplagte Kommune Villingen-Schwenningen erwägt ernsthaft große Abstriche in Sachen Kultur. Eines der traurig prominent gewordenen Beispiele aus der langen, so genannten Giftliste der Stadtverwaltung ist die Schwenninger Galerie.

Ihre Schließung steht seither zur Debatte. Im Rahmen der anstehenden Haushaltskonsolidierung in Villingen-Schwenningen könnte die Stadt, das befürchten Kunstliebhaber, um einiges ärmer werden.

Künstler protestieren gegen Schließung

Doch nun erheben Künstler ihre Stimme und fordern, dass genau das nicht passieren dürfe. In einem offenen Brief an OB Jürgen Roth samt Petition zum Erhalt der Städtischen Galerie beziehen sie Position. "Viele KünstlerInnen haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Städtische Galerie als wichtigen ›Ort der Kunst‹ kennengelernt und dort ihr künstlerisches Schaffen einem interessierten Publikum zeigen können", schreibt der Münchner Künstler Daniel Bräg in seinem Anschreiben, das zugleich an die Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier gerichtet ist.

Die Künstler "protestieren" entschieden gegen die Schließung der Galerie als eine der Sparmaßnahmen in Villingen-Schwenningen. "Die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur Ausstellungen im Bereich der Klassischen Moderne gezeigt, sondern vor allem im Diskurs des zeitgenössischen Kunstschaffen unsere Kunst, unser künstlerisches Denken und Wirken, in großartiger Weise gefördert. Diese herausragende Leistung der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen wurde in regionalen und auch überregionalen Kunstkreisen anerkennend reflektiert", heißt es in der Petition der Künstler. Und weiter: Die Städtische Galerie sei "ein unverzichtbares Beispiel kommunaler Kulturarbeit, die neben der Förderung jungen Kunstschaffens ein wesentlicher Teil zur Bildung und zur Identität Ihrer Stadt beiträgt". Zugleich sei sie ein unverzichtbarer Werbeträger, der VS weit über die Region hinaus als Kultur-Stadt maßgeblich repräsentiert.

36 Namen stehen auf der Liste

"Wir bitten Sie daher, die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen als Ort der Kunst zu erhalten, damit auch in Zukunft die Bildende Kunst in hoher Qualität Teil des kulturellen Angebots Ihrer Stadt sein kann", so Bräg. Angehängt ist dem Schreiben eine lange Liste mit 36 Namen, die als Unterzeichner der Petition das Anliegen unterstützen.

Diese Namen stehen als Unterzeichner auf der Liste, die an Oberbürgermeister Jürgen Roth geschickt wurde: Daniel Bräg (München), Gerhard Langenfeld (Bad Saulgau), Markus Friedemann Strieder (St. Julien Molin Molette), Marco Schuler (Lörrach), Martin Kasper (Freiburg), Natalie Obert (Berlin), Karolin Bräg (München), Florian Haller (München), Liz Bachhuber (Weimar), Andrea Zaumseil (Berlin), Michael von Brentano (Seeshaupt), Paul Revellio (Mühlacker), Frank Altmann (Rottweil), Tina Haase (Köln), Werner Pokorny (Ettlingen), Ari Goldmann (Hamburg), Axel Otterbach (Bad Waldsee), Claudia Barcherie (München), Jürgen Palmtag (Schörzingen), Ariane Faller & Mateusz Budasz, (Furtwangen), Claus van Bebber (Kalkar), Harald Kille (Oberderdingen), Stefan Rohrer (Stuttgart), Ina Johanna Götte (Berlin), Gabriela Oberkofler (Stuttgart), Thomas C. Breuer (Rottweil), Neringa Vasiliauskaite (München), Branko Smon (Remseck), Oliver ‘Olsen‘ Wolf (St.Georgen), Irene Pérez Hernández (St. Georgen), Brigitte Schwacke (München), Sebastian Marokko Walter (Berlin), Fabian Ginsberg (Berlin), Jörg Obergfell (Hamminkeln), Sabine Finkenauer (Barcelona).

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