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Villingen-Schwenningen "Kueh vom Land" weiß Bescheid

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Villingen-Schwenningen. Wahre Lachsalven schallten durch das Villinger Theater am Turm, als Sigrun Mattes als "Kueh vom Land" bei der Muettersproch-G’sellschaft zu Gast war. Wie aus dem Ei gepellt, mit Karokleid vor gebundener Schürze und keckem Strohhut ließ sie in flottem Tempo Weisheiten und Sprüche vom Stapel sowie ihre haarscharfen Beobachtungen zu Stadt und Land, Alltags- und Eheleben, Mode und Freizeit.

Ihre Erkenntnis gipfelte in der Feststellung: Geht die Bikinifigur von einst auch flöten und der Stoffverbrauch steigt, so ist doch das Wichtigste, man fühlt sich noch jung und gesund. Als Anschauungsobjekte hatte sie zwei Dessous von beträchtlichem Größenunterschied parat.

Auf den "Elchtest" kann sie verzichten, denn sie stärkt ihr Hirn mit Gedächtnistraining und stellt es auch gleich unter Beweis, indem sie gut 150 Wörter in rasendem Tempo herunterrasselt. Für viel Gelächter sorgten auch ihre schnell eingestreuten Witze, wobei sie sich auch oft selbst auf den Arm nahm. Einen Kuchen mit 15 brennenden Kerzen machte sie zum Geburtstag ihres Wintermantels, und ihren Mann ließ sie auf die Frage antworten, ob er noch seine Hochzeitsschuhe habe: "Nei, aber d Schachtel!"

Zur zwischenzeitlichen Erholung stand ihr Hans Peter Burget aus Emmendingen zur Seite. Der Barde mit der sonoren Stimme gefiel durch seine eindrucksvollen, selbst gemachten Texte. Er traf schon überall auf Menschen, die Alemannisch sprachen und verstanden. Wenn dies nachts mitten in Mailand an einer roten Ampel ein Carabinieri ist, der statt zu ahnden auf den rechten Weg hilft, weil er "z Ringse" aufgewachsen ist, ist dies ein besonderes Erlebnis.

Seine Erkenntnis über die neuen Medien wie Ebay lebt er richtig aus. So einfach ließe sich Müll vermeiden: Was man nicht mehr braucht, packt man in Päckchen, verschickt es über Ebay und bekommt auch noch Geld dafür. Sein Wunsch: Statt Bomben und Granaten sollten nur noch Päckchen durch die Gegend fliegen.

Zum Partnersuchinserat: "Keine Buuchbuebe womöglichst no mit Bart un jo nit unter 1,80", meint Burget: "Wer nit selber sieht, wa n er hät, um den kanns ganz schön einsam were." Beeindruckend auch sein Rap über das Krankenkassenkärtchen. Sein Fazit: Sollte man es dereinst nicht mehr brauchen und steht vor dem Höllentor, dann sagt man besser, man hätte es vergessen, denn nur in den Himmel kommt man wohl ohne hinein.

Das überaus heitere Programm wurde beschlossen mit dem Absingen des Badnerliedes, wie es bei Sigrun Mattes üblich ist.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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