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Villingen-Schwenningen Kaum Chancen für Anwohner

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Außer in der Schwenninger Alleenstraße 13 soll im nächsten Jahr auch in der Schu­bertstraße ein Wohnheim für Flüchtlinge eingerichtet werden. Foto: Falke Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Madlen Falke VS-Schwenningen. Das geplante Asylbewerberheim in der Alleenstraße 13 könnte bereits in der ersten Jahreshälfte 2014 mit rund 150 Menschen voll besetzt sein, wenn alles nach dem Plan des Landkreises laufen sollte. Damit rechnet Sozialdezernent Jürgen Stach fest. Dabei wird aller Voraussicht nach die Alleenstraße noch vor dem geplanten Asylbewerberheim in der Schubertstraße bezugsfertig sein. Beide Projekte sieht er durch die Einsprüche von Anwohnern nicht gefährdet. "Bei der Alleenstraße handelt es sich um ein Mischgebiet, das bevorzugte Gebiet für derartige Einrichtungen. Und obwohl bis vor kurzem ein hochrichterliches Urteil bestand, dass Asylbewerberheime nicht in Gewerbegebieten wie der Schu­bertstraße zugelassen sind, ist dieses durch ein ganz aktuelles Urteil vom Verwaltungsgericht Stuttgart gekippt. Damit wird das Gebäude im Dickenhardt erst recht interessant", fasst Stach zusammen.

Hier wird der Inhaber selbst zum Investor und wird das Gebäude so herstellen, dass das Landratsamt es übernehmen kann. Ähnlich wird es auch im Falle der Alleenstraße laufen, ließ der Geschäftsführer von Meta Immobilien, Halil Koyuncu, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten durchblicken. Für Investoren wie Koyuncu ist die Zusammenarbeit mit dem Landkreis ein regelrechter Glücksfall. Leer stehende Gebäude können ohne großes Risiko zu Wohnraum für Flüchtlinge umgebaut werden. Die Investitionskosten, die der Investor tätigt, sichert der Landkreis durch die vertragliche Mietlaufzeit ab. Dies bedeutet, je höher die Investitionskosten, desto länger der Mietvertrag, den der Investor mit dem Landkreis schließt. "Wir sind ein sicherer Mietzahler, unabhängig davon, ob die Unterkunft voll oder nur zur Hälfte besetzt ist", erklärt Stach.

Dass die Anwohner Einspruch einlegen und ihre Bedenken haben, kann Stach ein Stück weit verstehen. "Man muss auch die menschliche Seite der Anwohner betrachten. Wir werden überlegen, ob es sinnvoll ist, zu gegebener Zeit eine Infoveranstaltung zu machen und den Anwohnern auch eine Service-Leistung im Sinne eines Ansprechpartners zu geben."

Harry Hurtz, Pressesprecher der Polizei, teilt mit, dass es sich bei den bestehenden Flüchtlingsunterkünften um keine polizeilichen Brennpunkte handelt. Die Asylbewerber, die im Schwarzwald-Baar-Kreis leben, seien außerdem nicht stärker auffällig als alle anderen Menschen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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