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Villingen-Schwenningen Kabarettisten lieben und necken sich

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Frau Pflug und de Michel begeistern während 120 Minuten ihr Publikum auf der Weilersbacher Goaß-Alm. Foto: Bombardi Foto: Schwarzwälder Bote

Was geschehen kann, wenn sich Kult-Gaststätte und Kult-Kabarett begegnen, erlebten während zwei Abenden die Gäste im Weilersbacher ­Hader-Karle an einem Ort, an dem Originalität Trumpf ist.

VS-Weilersbach. Hoch droben auf der Goaß-Alm waren die beiden Schwenninger "Doppel D – De Michel und seine Frau Pflug" mit ihrem neuen Programm "s’isch angrichtet – wer länger lebt, ist kürzer tot" zu Gast. Einem Titel, der nicht nur zu Ehre des Friedhofsgärtners gewählt war, sondern auch das 15-jährige Bühnenjubiläum des Kleinkünstlers "de Michel" alias Michael Schopfer gebührend würdigte.

Den ersten Kabarettabend feierte "de Michel", so wie es ein gut erzogenes Geburtstagskind kennt, mit geladenen Gästen. Doch am zweiten Abend öffneten die beiden Künstler ihr Programm für die Allgemeinheit, die auf der urig eingerichteten Alm mit integrierter Brauerei auf knapp 40 Personen begrenzt war. Freilich wären noch mehr Karten weg gegangen und die ein oder andere Zusatzveranstaltung möglich gewesen. Da es sich jedoch um eine Geburtstagsfete handelte, blieb die Vorstellung beim Hader-Karle für dieses Mal auf zwei Ausgaben begrenzt.

Zur Einstimmung vor jedem Programmteil begeisterte der Hader-Karle auf seinem Kontrabass und seinem auf der diatonischen Harmonika spielenden Kompagnon mit Stimmungsliedern, welche bei den Besuchern das Gefühl, sich auf einer Alm zu befinden, deutlich steigerten. Einmal in Fahrt gekommen, war das Publikum nicht mehr zu bremsen. Dafür sorgten auch die beiden Kabarettisten, die für ihren Humor reichlich Szenenapplaus erhielten und die Lacher rasch auf ihrer Seite hatten.

Altbekanntes, wie die Ausführungen zum Körpervolumen des Jubilars, mischte sich mit Neuem. Es ist wohl einer Erscheinung des zunehmenden Alters geschuldet, dass sich die beiden auch in steigendem Maße mit dem Sinn des Lebens befassten. Beinahe wären dem Michel die Tränen gekommen, als er statistisch auseinandernahm, wie viel seiner Lebenszeit der Mensch mit nutzlosen Dingen, wie dem Verschieben von E-Mails, verschwendet. So paarte sich Hintergründiges und Scharfsinn mit Nonsens und Ausflügen unter die Gürtellinie.

Die beiden Kabarettisten liebten und neckten sich in bewährter Manier. So bezeichnete Frau Pflug ihren Kompagnon und Friedhofsgärtner als floralen After-Show-Designer, der über 200 Menschen unter sich hat. Lange ließ Michel das nicht auf sich sitzen und gab das Kompliment unversehens zurück. Mit steigendem Alter stehen die Frauen knautschiger auf, was den Vorteil mit sich bringt, dass sie sich tagsüber mehr entfalten können.

Jubiläum wird gefeiert

Das zweigeteilte Programm dauerte rund zweieinhalb Stunden. Danach mischten sich die Künstler unters Publikum, um mit ihm gemeinsam den Geburtstag des Michels zu feiern.

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