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Villingen-Schwenningen In Doppelstadt boomt der Wohnungsbau

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Zahlreiche Neubauprojekte und komplette neue Wohngebiete sorgen in den kommenden Jahren für einen kräftigen Zuwachs an Wohnungen. Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Die Wohnungsnot in Villingen-Schwenningen lässt sich nicht leugnen. Doch zahlreiche Neubauprojekte und komplette neue Wohngebiete sorgen in den kommenden Jahren für einen kräftigen Zuwachs an Wohnungen.

Die Einwohnerzahlen der Doppelstadt steigen stetig – ein Weiterentwickeln des Oberzentrums scheint daher unumgänglich. Doch hierfür muss auch passender Wohnraum geschaffen werden. Wo passiert dies derzeit und was ist in Zukunft geplant? Ein Überblick vom Westen in Richtung Osten der Doppelstadt.

Friedrichspark

Schlag auf Schlag geht es weiterhin auf dem ehemaligen Villinger Klinik-Areal, dem Friedrichspark. Dort befinden sich derzeit neun Häuser mit insgesamt 117 Wohneinheiten in Bau, darunter Mehrfamilien, Doppel- und Reihenhäuser. 106 Wohnungen wurden bereits realisiert, von denen man quasi alle verkauft hat. Weitere 200 Wohneinheiten sind geplant, sodass am Ende auf dem gesamten Areal über 400 Wohneinheiten realisiert sein werden. "Wir sind mit dem Verkauf weiterhin sehr zufrieden", erklärt André Herbst von Topbau. Bei den derzeit in Bau befindlichen Objekte seien große Teile bereits verkauft. Herbst hat hierfür eine Begründung parat: "Mit wachsender Anlage sehen die Interessenten, dass es ein schönes Gebiet wird, weil wir auch auf Grüngürtel achten."

Lyautey

Im neuen Jahr sollen erstmals die Bagger auf das ehemalige Kasernen-Areal Lyautey tätig sein. Dort wird insbesondere die DBA Deutsche Bauwert zahlreiche Wohneinheiten realisieren. Geplant sind seitens des Baden-Badener Unternehmens sieben Neubauten sowie die Sanierung von ebenfalls sieben denkmalgeschützten Häusern. Unter anderem entstehen hier auch 20 Sozialwohnungen. Der Baubeginn für die ersten Objekte ist auf Februar 2020 terminiert, der Verkauf startet in diesem Monat. Darüber hinaus wird die Richter-Gruppe aus Mainz elf Mehrfamilienhäuser auf einer Teilfläche des ehemaligen Kasernengeländes bauen. Insgesamt sind im Lyautey-Areal rund 630 Wohneinheiten geplant.

Französisches Quartier

Im französischen Quartier zwischen Dattenberg- und Pictoriusstraße sowie Kirnacher Straße konnte sich das "Bündnis für faires Wohnen" mehrere Wohnblöcke und weitere Mehrfamilienhäuser sichern. Diese werden derzeit hergerichtet, um dort zunächst 500 Polizeistudenten unterzubringen. Die rund 130 Wohnungen stehen voraussichtlich ab 2025 für die Bevölkerung als preisgünstige Mietwohnungen zur Verfügung.

Mangin/Oberer Brühl

In direkter Nachbarschaft, auf dem Mangin-Areal, welches nun Oberer Brühl heißt, ist weiterhin offen, welche Projekte umgesetzt werden. Die Stadt möchte das gesamte Gelände kaufen. Es scheint sicher, dass dort rund 500 Wohneinheiten geschaffen werden sollen. Geplant ist eine Durchmischung des Gebiets mit Angeboten für verschiedene Preiskategorien, auch im Bereich des Sozialwohnungsbaus. Wann es hier los geht, steht noch nicht fest

Hinterer Bickeberg

Im Zuge einer Nachverdichtung entsteht derzeit zwischen Wieselbergstraße und B 33 ein kleines neues Wohngebiet. Im "Hinterer Bickeberg" baut Immo-Pro-Invest aus Bad Dürrheim vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 46 Wohneinheiten. Das erste Haus ist bereits fertiggestellt. "Der Verkauf für Haus 1 hat begonnen und stößt auf große Nachfrage. Innerhalb der ersten beiden Wochen wurden bereits 50 Prozent der Wohnungen reserviert", berichtet Daniel Repp, Leiter der Geschäftsentwicklung. Noch in diesem Monat ist zudem der Verkaufsstart für das zweite Haus geplant. Das Projekt soll voraussichtlich im Frühjahr 2020 einen Abschluss finden.

SperberFair

Die Wohnungsbaugesellschaft Villingen-Schwenningen möchte in der Sperberstraße einer breiten Bevölkerungsschicht günstiges Wohnen auf Neubauniveau ermöglichen. Beim Projekt SperberFair werden vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 66 Wohneinheiten gebaut. Die ersten Einzüge in die 1,5- bis 4-Zimmer-Wohnungen strebt man im Frühjahr 2020 an.

Lämmlisgrund

Eines der größten Wohnbauprojekte der Stadt in den nächsten Jahrzehnten dürfte die Erschaffung des Stadtviertels Lämmlisgrund sein. Angesichts der Anspannung im Wohnungsmarkt hat die Stadt in den vergangenen Monaten die Planung für das Gebiet im mittleren Zentralbereich an der Europaallee im Bereich Schilterhäusle forciert. "In der Oktober-Sitzung des Gemeinderats werden die Planungen und Konzepte hierzu vorgestellt", berichtet Oxana Brunner, Pressesprecherin der Stadtverwaltung auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Die Stadt hat drei Büros beauftragt, die eine reduzierte Vorentwurfsplanung erarbeitet haben. Nach den Vorstellungen der Verwaltung sollen dort mehrgeschossige Gebäude, in denen sowohl gewerbliche Räume als auch Wohnraum untergebracht werden können, entstehen. Das Viertel soll 3000 Menschen Platz bieten, geplant sind etwa 1300 Wohneinheiten.

Schilterhäusle

Mit dem Bau des Zentralklinikums hat auch das erste Wohngebiet zwischen den beiden Stadtbezirken an Attraktivität gewonnen. Ein Großteil der Bauplätze ist mittlerweile belegt. Werner Wohnbau ist mit zwei Projekten am Start, wovon eines nahezu abgeschlossen ist. Seitens des Niedereschacher Unternehmens werden im Schilterhäusle 30 Doppelhäuser gebaut. Die Firma Ibach Bau aus Rottweil zieht im Bereich der Europaallee derzeit sechs Mehrfamilienhäuser mit 71 Wohneinheiten hoch. Pro Immobilien aus Villingen-Schwenningen plant im selben Bereich zwei große Mehrfamilienhäuser mit fast 100 Wohneinheiten.

Alte Ziegelei

In Schwenningen sind momentan insbesondere die Arbeiten im Bereich der Alten Ziegelei kaum zu übersehen. 156 Wohnungen – darunter 103 als sozialer Wohnungsbau – entstehen aktuell zwischen Villinger- und Wasenstraße. Das Projekt der Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau (GSW) soll im Sommer, beziehungsweise Herbst 2020, abgeschlossen sein. Hier ist außerdem die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes geplant.

Eschelen

Das mit Abstand größte Schwenninger Wohnbauprojekt ist derweil auf dem Areal des ehemaligen Klinikums beheimatet. Dort werden in den kommenden Jahren mehrere Investoren nach derzeitigem Stand rund 370 Wohneinheiten realisieren. Geplant sind über 70 Häuser verschiedenster Größen. Mit im Boot ist unter anderem Pro Immobilien (vier Häuser/39 Wohnungen), Jäger Bau aus Vorarlberg (4/53), Rebholz Immobilien aus Bad Dürrheim (5/70), Werner Wohnbau (57 Reihenhäuser/114) und GBI Wohnungsbau aus Berlin (4/64 Sozialwohnungen).

Zusammenfassung

In Villingen-Schwenningen werden momentan – nach Recherchen unserer Zeitung und ohne Recht auf Vollständigkeit – über 500 Wohneinheiten in größeren Bauprojekten realisiert. Für die Zukunft sind knapp 3300 Wohnungen geplant, darunter 370 Einheiten in den nächsten Jahren in Eschelen. Dort hat die Realisierung teilweise bereits begonnen. Für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt soll in naher Zukunft aber auch das Lyautey-Areal sorgen (630 Einheiten), während die Umsetzung des neuen Stadtviertels Lämmlisgrund erst in einigen Jahren angedacht ist.

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