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Villingen-Schwenningen Gewerbetreibende leiden unter Baustelle

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Die Zufahrt zur Gerberstraße über die Bickenstraße ist derzeit aufgrund einer Baustelle nicht möglich Foto: Eich

Villingen-Schwenningen - Heftige Umsatzeinbußen und Mitarbeiterentlassung als Folge von fehlender Laufkundschaft: In der Gerberstraße haben die Geschäfte mit der dortigen Baustelle zu kämpfen.

Stefan Krause, Inhaber von Scholtis TV, steht gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin in dem kleinen Geschäft und blickt auf die menschenleere Straße. "Die meisten finden den Weg hier her gar nicht mehr", berichtet er. Und das hat Folgen – denn zukünftig wird Krause den Laden alleine schmeißen müssen. "Das ist leider meine erste Maßnahme – ­ich habe lange Zeit gewartet, aber es geht nicht mehr. Es ist eine Grenze erreicht", so Krause. Nach zweieinhalb Jahren muss sich seine 38-jährige Kollegin aufgrund der massiven Umsatzeinbußen bei dem Spezialisten für Unterhaltungselektronik und Empfangstechnik einen neuen Job suchen. Krause erklärt: "Seit dem Beginn der Baustelle habe ich Umsatzeinbußen von 70 Prozent."

Die Laufkundschaft hätte dramatisch abgenommen, viele würden den Weg in die Gerberstraße gar nicht mehr finden. Zwar sei der betroffene Straßenabschnitt zwischen Paradies- und Schlösslegasse während der Sperrung im Bereich der Einmündung zur Bickenstraße in beide Richtungen befahrbar, "doch die meisten trauen sich das gar nicht." Die Folge: Die Kundschaft meidet die Gerberstraße und die dortigen Einzelhändler ziehen den Kürzeren.

52-Jähriger fürchtet um Existenz

Krause, der gelernter Radio- und Fernsehtechniker ist, wird aufgrund der Entlassung am Juli seinen Laden schließen müssen, wenn er im Außendienst unterwegs ist. Überhaupt sei es mittlerweile schwierig, sich in der Branche gegen die Konkurrenz aus dem Internet durchzusetzen. In Kombination mit den Folgen der Baustelle, könnte das bitter enden. "Wenn das so weiter geht, dann muss ich das Geschäft demnächst zu machen", so der 52-Jährige.

Auch ein paar Häuser weiter beim Imbiss Feinschmecker Fast Food ist man wenig glücklich über die derzeitige Situation. "Das macht mich kaputt!", beklagt sich Inhaber Obaida Khosrof. Ab 19 Uhr gäbe es quasi keine Kundschaft mehr, weswegen auch er sich über Umsatzeinbußen beklagt.

Verheerend sei auch, dass ihm aufgrund der Baustelle "der komplette Sommer" fehlen wird.

Baustellenlärm stört Ruhe bei Massagen

Direkt am Geschehen ist Suchanya Jäckle mit ihrer Thaimassage. Seit dem die Baustelle eingerichtet sei, hätte sie kaum noch Kundschaft, erklärt sie im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Sie betreibe das Studio seit 2015, "so wenig war aber noch nie los". Für sie sei auch weniger geschickt, dass die Arbeiten mit Lärm verbunden seien – gerade im Hinblick auf die gewünschte Ruhe zur Entspannung bei der Massage. Doch Jäckle blickt optimistisch nach vorne: "Irgendwann wird auch diese Baustelle beendet sein."

Das wird – so die Angaben zu Baubeginn für das Mehrfamilienhaus – voraussichtlich im Herbst diesen Jahres sein. Bis dahin hat man in der Gerberstraße noch mit den Auswirkungen zu kämpfen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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