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Villingen-Schwenningen GEW: A 13-Gehalt für alle Lehrer

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Viele Grund- und Hauptschullehrkräfte folgten dem Ruf der GEW vor die Neue Tonhalle und protestierten für finanzielle Gleichberechtigung. Foto: Krämer Foto: Schwarzwälder-Bote

Schwarzwald-Baar-Kreis. Viele Grund- und Hauptschullehrer trafen sich am Dienstag vor der Neuen Tonhalle in Villingen, um einer von der GEW initiierter Protestaktion beizuwohnen, bei der für die Gleichstellung der Gehaltsklassen unter den Lehrern demonstriert wurde.

Während die meisten Lehrkräfte sich über die Gehaltsklasse A 13 freuen, müssen sich die Grund- und Hauptschullehrer mit A 12 zufrieden geben und das, obwohl es schon in drei Bundesländern eine einheitliche Bezahlung aller Lehrkräfte nach A 13 gibt. Berlin machte den Anfang, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen folgten diesem Beispiel.

Als Resultat der geringeren Bezahlung nennt Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW, akuten Lehrermangel an den Grund- und Hauptschulen. Zum Schuljahr 2017/18 konnten an Grundschulen demnach 530 Stellen nicht besetzt werden, 1074 Lehrstellen werden komplett gestrichen.

Die GEW fordere nicht nur eine einheitliche Gehaltsklasse A 13 unter allen Lehrkräften, sondern auch die einheitliche Studienzeit von zehn Semestern. "Grundschullehrer haben dann ein Jahr Studium mehr und können somit eventuell noch ein zusätzliches Fach erlernen. Denn gerade in der Grundschule ist es wichtig, in so viele Bereiche wie möglich zu schauen", so Doro Moritz. Laut ihrer Aussage sei die Finanzierung durch den Staat entschieden möglich.

Vor allem die Kritik an den Grundschullehrern gibt Anlass zu Protesten. Von allen Seiten hagelt es Kritik, dass die Lehrer den Kindern den gesamten Stoff nicht korrekt vermitteln können. "Das liegt daran, dass alle, außer die Grundschulen, zusätzliches Material und zusätzliche Stunden bekommen. Die Grundschulen bekommen wirklich nur das was auch Pflicht ist. Da ist nicht viel Spielraum", erklärt Moritz.

Es fehle aber nicht nur an Lehrern, sondern auch an Schulleitern. Viele Schulleiter höherer Schulen würden schon eine zweite Schulleitung an einer Grundschule übernehmen. "Die Arbeit der Grund- und Hauptschullehrer ist anders, aber nicht schlechter", so Moritz, "Wäre es nicht fair, dass die Lehrer, die den Grundstein für den weiteren Bildungsweg legen gleich bezahlt werden?"

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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