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Villingen-Schwenningen Für Berufsschüler geht’s hoch hinaus

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Mit Seilen und Klettergeschirr geht es für die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule in die Bäume. Fotos: Pohl Foto: Schwarzwälder Bote

Angehende Garten- und Landschaftsbauer der Albert-Schweitzer-Berufsschule absolvieren derzeit ein Baumpflege-Seminar. Entlang der Schopfelen­straße wird in den Baumkronen das Erlernte in die Praxis umgesetzt.

VS-Schwenningen. Mit der richtigen Seil- und Klettertechnik geht es für zwei Auszubildendenklassen im Park auf der Hallerhöhe hoch hinaus. Diese haben am Dienstag 21 Teilnehmer des Baumpflege-Seminars bei Martin Wetzler erlernt. Weitere 18 nehmen an dem zweitägigen Seminar ab Donnerstag teil. Gemeinsam mit dem Baumsachverständigen Bernd Musselmann und seinem Mitarbeiter Nico Asal bietet der Baumpfleger dieses Seminar seit nun mehr neun Jahren für die Azubis an.

Die Initiative ergriffen die beiden Waldkircher Wetzler und Musselmann damals selbst. Finanziert wird das Angebot für die Berufsschüler durch einen kleinen Beitrag ihrer Ausbildungsbetriebe und hauptsächlich durch die städtische Abteilung Stadtgrün im Grünflächen- und Tiefbauamt (GuT).

Das Seminar ist in zwei Teile gesplittet: Bernd Musselmann übernimmt die theoretische Schulung und erläutert unter anderem die Anatomie der Bäume. Bei der Ausbildung im Freien wird darauf Wert gelegt, dass die angehenden Garten- und Landschaftsbauer einen Baum als Lebewesen und nicht als Gegenstand begreifen. "Wenn wir den Schnitt an einem Baum vornehmen, passiert mit dem Baum etwas. Das sollen die Schüler verstehen", erklärt Wetzler.

Im zweiten Schritt wird es dann praktisch und die Schüler werden von Wetzler und Asal in das Handwerk des Baumklettern eingewiesen. Und die Vorteile dieser Vorgehensweise werden schnell deutlich: Erstens kommt der Fachmann überall in der Baumkrone hin. Und zweitens ist der kletternde Einsatz auch auf engem Raum möglich. Also vor allem dort, wo kein Platz für Hebebühnen ist.

Verantwortlicher Lehrer der Albert-Schweitzer-Schule und von Beginn des Projektes an begleitend mit dabei ist Elmar Schreiber. "Ich führe nach dem Seminar stets Gespräche mit den Schülern. Das Feedback ist durchweg positiv." Die Aktion im Freien komme wahnsinnig gut an, weil natürlich die Nähe zur Praxis begeistere, sagt er.

Und auch vonseiten der Stadtverwaltung herrscht Zufriedenheit mit der Aktion. "Wir unterstützen und finanzieren das Seminar gerne", betont Wolfgang Storz vom GuT. So werde einerseits der Nachwuchs gefördert, aber auch die Stadt profitiere von der Arbeit. "Schließlich bekommen wir ja auch eine Gegenleistung", verweist Storz auf die Liste an Bäumen, die die Schüler in den vier Seminartagen schneiden.

Entgegen anderer Handwerksberufe müssten die Garten- und Landschaftsbauer nicht so sehr um Nachwuchs kämpfen. "Die Schülerzahlen bleiben sehr konstant", berichtet Schreiber. Sicherlich seien die Klassen anfangs größer. "Wir starten meist mit 45 bis 50 Auszubildenden." Dass im Laufe der Ausbildung sich manch einer umorientiere, sei aber normal.

Das Baumpflege-Seminar mit dem Waldkircher Team bleibe jedenfalls fester Bestandteil. Das belegt auch die Tatsache, dass Nico Asal in diesem Jahr das bisherige Zweier-Team erstmals verstärkt. "Durch seine Hilfe können zehn Schüler zeitgleich in die Bäume, was dem Praxisteil noch mehr Zeit einräumt", ist Martin Wetzler über die positive Entwicklung froh.

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