Freuen sich über den Erfolg der Kooperation zwischen Kendrion und dem Fohrenhof (von links): Werner Schneider, Kaufmännischer Leiter bei Kendrion, Markus Schreiber, Vorstand für Finanzen, Wirtschaft und Verwaltung beim Caritasverband Schwarzwald-Baar, Bettina Gail, Leiterin des Fohrenhofs, Michael Stöffelmaier, Vorsitzender des Caritasverbands, Diana Willmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei Kendrion und Geschäftsführer Bernd Gundelsweiler. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder-Bote

Inklusionsbetrieb: Firma übernimmt Patenschaft für zwei Mitarbeiter / Abbau von Barrieren bei Schnupperwoche

VS-Villingen/Unterkirnach. Der Inklusionsbetrieb Fohrenhof, der zur Unterkirnacher Hapimag-Ferienanlage gehört und von dem Caritas-Verband betrieben wird, kann auf die Unterstützung der Villinger Kendrion GmbH bauen.

Die Firma wolle die Kooperation, die sie mit dem Fohrenhof vor drei Jahren eingegangen ist, noch ausweiten, erläuterten Bernd Gundelsweiler, Geschäftsführer, und Werner Schneider, Kaufmännischer Leiter, am Freitag in den Räumen des Unternehmens. "Wir nutzen gerne die Örtlichkeiten des Fohrenhofs für Besprechungen, Tagungen, oder um einfach einmal in idyllischer Ambiente essen zu gehen", erklärt Gundelsweiler. "Wir wollen auch evaluieren, wie man Menschen mit Handicap die Möglichkeiten geben kann, hier bei uns zu arbeiten", fährt er fort. Je mehr Menschen und natürlich auch Firmen sich an diesen Projekten beteiligen, je größer ist die Unterstützung für den Inklusionsbetrieb.

Michael Stöffelmaier, Vorsitzender des Caritasverbands für den Schwarzwald-Baar-Kreis, betont, man sei sehr dankbar für die Unterstützung der Firma Kendrion. "Uns kommt es nicht so sehr darauf an, Gelder zu sammeln, sondern wir freuen uns auf die Unterstützung durch die Firma Kendrion, die sich unter anderem an dem Gehalt für zwei Menschen mit Handicap, die im Fohrenhof arbeiten, beteiligt." Die Caritas erhalte jeden Monat die Bewertung für den Fohrenhof, da sei der Betrieb inzwischen spitze, zeigte er sich zufrieden.

"Wir haben die Patenschaft in diesem Jahr erstmals übernommen und unterstützen zwei Mitarbeiter im Fohrenhof finanziell", unterstreicht Gundelsweiler. Stöffelmaier freut sich, dass die Firma Kendrion auch das schöne Ambiente des Fohrenhofs für Tagungen in Anspruch nimmt. Man wolle etwas als kleines Dankeschön zurückgeben und habe deshalb ein "Kendrion-Dessert", das dauerhaft auf der Speisekarte stehe, kreiert, so Stöffelmaier. Da wäre einmal das Zitronen-Lavendel- Tartelette, dann die Madeleine mit gebundenen Beeren und ein Vanille-Parfait, erzählt Stöffelmaier.

Auch ein Koch-Event mit der Firma Kendrion in der Küche des Fohrenhofs sei geplant, zwei Gruppen hätten schon Interesse gezeigt, ergänzt Werner Schneider. Die Firma biete auch eine Schnupperwoche für ihre Mitarbeiter im Fohrenhof an. Der Sinn sei, dass man miteinander in Kontakt kommt, sich kennenlernt und Barrieren abbaut, schildert Gundelsweiler das Konzept. Werner Schneider ist auch schon zwei Mal mit der Band Coverband "Riff", alles Hobbymusiker aus Villingen und Umgebung, im Fohrenhof aufgetreten: "Das war ein riesiger Erfolg", so Schneider. Auf die Frage, wieviele Mitarbeiter im Fohrenhof, also Küche, Restaurant, Housekeeping und Hausmeisterarbeiten, tätig sind, antwortete Bettina Gail: "Wir sind 30 Mitarbeiter, neun davon mit einem Handicap."

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