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Villingen-Schwenningen Faszination pur: VS bittet zum Tanz

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Foto: Charles Tandy Foto: Schwarzwälder-Bote

Von den Besten der Besten lernen, der Faszination des zeitgenössischen Tanzes hoffnungsvoll erliegen und Kultur genießen, die einer Weltbühne wie der des Nationaltheaters München würdig ist, all das darf Villingen-Schwenningen. Weil es "Tanzstadt" wird, weil es im "Tanzland" liegt.

Villingen-Schwenningen. Es sind Jugendliche, teilweise noch Kinder, die auf der Bühne des Nationaltheaters in München an diesem Sonntagvormittag bei der Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung auftreten. Doch sie sind Profis. Jeder Schritt sitzt präzise. Junge Körper voller Ausdruck, Anmut und Grazie. Mal tippeln sie in Windeseile über die Bühne, setzen sie in weiten Spagatsprüngen über die ganze Breite hinweg, dann wieder drehen sie sich in unzähligen Pirouetten um die eigene Achse oder schlagen Kapriolen in der Luft. Und in all diesem Perfektionismus des Tanzes liegt eine unbeschreibliche Leichtigkeit, ganz gleich ob es sich um die alten Klassiker eines Vivaldis oder Tschaikowskys handelt oder um zeitgenössische Werke wie das "Stimmenstrahl Trio" nach der Musik von Jacopo Salvatori nach einer Choreographie von Maged Mohamed. Namen, die noch recht unbekannt sind, von welchen die Welt aber mit größter Wahrscheinlichkeit noch hören wird. In diesem Junior Ballett, das wird bei der Matinee sonnenklar, reifen Profis heran.

Teils an Dramatik, teils an Wonne, in jedem Fall aber an Gefühl kaum zu überbieten erzählen die Tänzer sprachlos Geschichten von der Liebe, vom Erwachsenwerden, von Ehrfurcht vor dem Zaren oder zeichnen sie mit jeder Faser ihrer Körper ein tänzerisches Bild der Dreieinigkeit auf die Bühne. Die Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung im Nationaltheater in München, bei der unter anderem das Bayerische Junior Ballett München auftritt, lässt verheißungsvoll erahnen, was Villingen-Schwenningen erwartet. Hier soll der zeitgenössische Tanz gefördert und zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens werden. Als einzige Stadt im Land partizipiert die Doppelstadt von 2018 bis 2021 vom bundesweiten Förderprojekt "Tanzland". In München stellen der Kulturamtsleiter Villingen-Schwenningens, Andreas Dobmeier, und der Künstlerische Leiter und Vorstandsvorsitzende der Heinz-Bosl-Stiftung, Ivan Liška, dem gleichzeitig die Leitung des Bayerischen Junior Balletts München obliegt, das Projekt vor. Habe man sich lange auf Metropolen – wie eben auch München – konzentriert, habe ein politisches Umdenken stattgefunden und greife nun, endlich, das Bemühen, Kultur auch in die Fläche zu tragen, freut sich Dobmeier.

Gemeinsam bewarb man sich um die Fördergelder. Mit Erfolg: 110 000 Euro Fördergeld der Bundeskulturstiftung fließen nach Villingen-Schwenningen, insgesamt umfasst das Budget 180 000 Euro. Und es soll breitgefächert in verschiedene Workshops, Projekte und vier Gastspiele fließen, die 16 Tänzer des Junior Balletts dann in VS geben – das erste ist bereits terminiert und wird im Rahmen einer Matinee am 24. Juni 2018 um 11 Uhr im Theater am Ring gegeben, das zweite, ein Trialisches Ballett, im Dezember 2018. Über drei Jahre hinweg kommt die Compagnie des Bayerischen Junior Balletts als "Dancers in Residence" und bringt das Oberzentrum, Menschen jeden Alters, in Bewegung, auch in die Schulen. "Kinder kommen in den Schulen gar nicht in Berührung mit Tanz – ein bisschen Musik, vielleicht ein bisschen Bildende Kunst, damit ist die musische Erziehung sehr trocken", schildert Liška mit sympathischem tschechischen Akzent.

Die künstlerische Koordination wird in VS in den Händen der Tanzpädagogin Padmini Baun, die in Zusammenarbeit unter anderem mit der Musikhochschule Trossingen das Projekt Scheherazade schulterte und jetzt mit dem Junior Ballett München in die Planungen einsteigt. "Das, was sie uns mitbringen aus München soll Aufhänger sein für ein breit angelegtes Projekt", sagt Baun. Sie will, dass VS tanzt. Schulen, die Musik-Akademie, verschiedenste Gruppen sollen erreicht werden und sich dem Tanz weiter widmen, auch wenn die letzten Takte der Tanzmusik des Junior Balletts längst verklungen sein werden.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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