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Villingen-Schwenningen Erdbeeren selbst Pflücken ist angesagt

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Familie Kaminski war erfolgreich auf dem Erdbeerplantage Schilling (links). In diesem Jahr sind die Erdbeeren auf der Plantage Schilling heiß begehrt. So frisch wie vom Feld bekommt man die Erdbeeren nirgendwo und kann nebenbei auch noch ein kleinwenig naschen. Foto: Neß

VS-Villingen - Das Wetter war ideal, die Erdbeerernte dadurch traumhaft. In diesem Jahr ist das Obst besonders begehrt, etwa 20 Prozent mehr Menschen als im Vergleich zu den Vorjahren pflücken die Erdbeeren selbst. Dazu trägt auch die Corona-Krise bei.

Erbeeren so weit das Auge reicht

Schon beim ­Vorbeigehen riecht es an dem Erdbeerfeld Schilling ­zwischen dem Schwarzwald-Baar-Klinikum und dem ­Gewerbegebiet Herdenen herrlich nach Erdbeeren.

Hier wächst die beliebte Frucht soweit das Auge reicht. Familien mit Kindern, Ehepaare und junge Erwachsene pflücken was das Zeug hält.

"Wir haben in diesem Jahr so traumhafte Erdbeeren wie noch nie", berichtet Rolf Weinzierle, Inhaber der Erdbeerplantagen Schilling im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. In diesem Jahr sei ideales Wetter für eine gute Ernte gewesen, die nicht wie in anderen Jahren vom Hagel zerstört wurde. Dem schließt sich auch Ingrid Brischke an, die bereits seit elf Jahren auf dem Villinger Erdbeerfeld arbeitet und das Obst an die Kunden verkauft. "Das Wetter hat einfach gestimmt", erzählt sie.

Enorme Nachfrage

Die 2,3 Hektar große Erdbeerplantage in Villingen hat seit etwa drei Wochen geöffnet und stößt auf enorme Nachfrage. Der Andrang in diesem Jahr sei unglaublich groß, berichtet Weinzierle. "Es kommen 20 Prozent mehr Leute zum Selberpflücken als im Vergleich zu den Vorjahren", erzählt er.

Er vermutet, dass dazu auch die Corona-Krise beiträgt, für viele sei das Erdbeerpflücken eine gute Freizeitbeschäftigung. Einige Menschen könnten nicht in den Urlaub und haben aufgrund der aktuellen Situation mehr Zeit, erklärt auch Brischke. Außerdem würde sich die gute Qualität der Erdbeeren schnell herumsprechen. Ein weiterer Grund sei die Tatsache, dass die Erdbeeren im Supermarkt zurzeit knapp seien, erzählt Weinzierle. Die deutschen Supermärkte beziehe in der Regel 70 Prozent der Erdbeeren aus Spanien, das sich in diesem Jahr allerdings als schwierig erwiesen habe. Aufgrund der Knappheit seien die Preise dort enorm hoch.

Kunden müssen selbst pflücken

Durch die Corona-Krise geht es allerdings auch auf der Erdbeerplantage nicht ohne Einschränkungen. Im Kassenbereich muss ein Mundschutz getragen werden, der dann auf dem Feld abgenommen werden darf - dort soll auf den Mindestabstand geachtet werden. "Am Sonntag vor einer Woche war so viel los, dass wir die Kundenanzahl auf zwei Personen pro Haushalt reduzieren mussten", erzählt Brischke. Kommen würden sowohl Familien mit kleinen Kindern, als auch ältere Ehepaare sowie junge Erwachsene und zahlreiche Stammkunden. Schon gepflückte Erdbeeren werden in diesem Jahr aufgrund der Pandemie nicht verkauft, die Kunden müssen ihre Erdbeeren selbst pflücken. Auf der Villinger Plantage werden im Durchschnitt etwa 1000 Kilogramm Erdbeeren am Tag geerntet, so der Inhaber, wobei vor allem an den Wochenenden der Andrang enorm groß sei.

Frucht hat besseren Geschmack als aus dem Supermarkt

Insgesamt betreibt Weinzierle 29 Plantagen zwischen Stuttgart, dem Bodensee und dem Allgäu. Er pflanzt 15 verschiedene Erdbeersorten an, die alle eine Vier-Sterne-Bewertung in der Kategorie Geschmack haben. Haltbar hingegen seien die Erdbeeren nicht so lange wie die Spanischen, die im Supermarkt erhältlich seien. Diese könnten allerdings geschmacklich mit den Deutschen nicht mithalten und so frisch wie vom Feld bekomme man sie nirgendwo und könne nebenbei auch noch ein kleinwenig naschen. Auf die Frage, wofür sich die Erdbeeren am besten eignen, antwortet Weinzierle: "Für alles." Er empfiehlt eine große Menge einzufrieren und diese dann bei Bedarf zu verwerten.

Wie lange man in Villingen noch Erdbeeren pflücken kann, das könne man nicht genau sagen, erklärt Brischke. "Diese Woche auf jeden Fall noch", meint sie. Wie lange es dann noch Erdbeeren geben wird, sei auch vom Wetter abhängig. In Deutschland sei die Erdbeerzeit in der Regel zwischen Juni und Juli und nicht wie irrtümlicherweise viele Menschen denken, schon im Mai zu Ende, so Weinzierle. Das Erdbeerfeld hat täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet.

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