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Villingen-Schwenningen Er blickt hinter die Kulissender Schulen

Von
Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Birgit Heinig

Früher sei er einer von den Vätern gewesen, die sich gerne vor dem Posten des Elternbeirats gedrückt haben. ­Michael Grieshaber gibt das lachend zu.

VS-Obereschach. Inzwischen ist der Vater eines 15-jährigen Sohnes und einer 13-jährigen Tochter sogar der Vorsitzendes des Gesamtelternbeirates (GEB). "Die Arbeit eines Elternbeirates wandelt sich gerade", findet er.

War man früher vor allem der "Feschtleorganisator", so sei es inzwischen an den Eltern, hinter die Kulissen von Schule zu blicken und dabei zu erkennen, dass sich viele Elternfragen gar nicht mehr stellen, wenn man weiß, wie Schule funktioniert. Freilich nicht, ohne die kritische Mitarbeit der Eltern.

Daher sieht Michael Grieshaber seine Aufgabe unter anderem auch darin, Eltern den Blickwinkel zu eröffnen, der eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt und den Schulbehörden ermöglicht. Arbeit gibt es dabei gerade genug. Man denke an die Schullandschaft in Schwenningen, die sich gerade mit viel Getöse verändert. "Dort besteht noch erheblicher Diskussionsbedarf", sagt Michael Grieshaber.

Dass Werkrealschüler, die eigentlich an die Friedenschule wollen, jetzt schon an den Schulverbund am Deutenberg verwiesen werden, sei nicht in Ordnung. Es sei nämlich noch kein Fakt, dass die Frieden­schule zusammen mit der Hirschbergschule reine Grundschule werden soll – der Bescheid des Regierungspräsidiums stehe noch aus. "Wir wollen ein zweites Standbein für die Sekundarstufe I", sagt Grieshaber bestimmt.

Was ihn am meisten ärgert: Das Schulgesetz regelt derlei Entwicklungen eigentlich ganz genau. Es hapert aber an der Umsetzung. So hätte die Stellungnahme des Gesamtelternbeirates eingeholt werden müssen, bevor die ganze ­Sache öffentlich ins Rolle kam. Jetzt wurde die regionale Schulentwicklung hinterhergeschoben, das Kind liegt aber schon im Brunnen "und es wird an der Friedenschule wohl einen leeren Jahrgang geben".

Das Themenbeispiel ist eines von zurzeit mehreren – wie um sich greifender Ganztagsbetrieb und G8 – und zeigt, dass es einem GEB-Vorsitzenden nicht langweilig wird.

Michael Grieshaber ist seit 2013 Mitglied des Gremiums, zuerst als Beisitzer, dann als Vize-Vorsitzender und seit einem Jahr nun Vorsitzender. Außerdem vertritt er die Elternseite in der Klasse seines Sohnes an der Karl-Brachat-Realschule.

Der ehemalige Feintechnikschüler und heutige Konstrukteur führt seit 1996 in seinem Elternhaus in Obereschach ein Konstruktionsbüro für Sondermaschinen und -vorrichtungen, hauptsächlich für Automobilzulieferer. Von hier aus hat er einen Blick ins Grüne und auf die Koppel für seine vier Pferde. Michael Grieshaber ist nämlich begeisterter Reiter und Kutschenfahrer beim Reit- und Fahrverein Niedereschach, wo er im Übrigen zwölf Jahre im Vorstand tätig war.

Neben seinem Job und seinen Pferden benötigt die GEB-Arbeit den Rest seiner freien Zeit. Das inzwischen mit dem Staatlichen Schulamt Donaueschingen und dem Amt für Schule, Bildung und Sport gerade vereinbarte Quartalstreffen und die wachsende Bereitschaft der Eltern auch aus den Umlandgemeinden, für ihre Kinder im GEB aktiv zu werden, zeigen ihm, dass "Elternbeteiligung ankommt".

Das ist für Grieshaber, der stets offen ist für Neues, die richtige Entwicklung des Elterngremiums. Man müsse "eigene Interessen hintanstellen und den Blick auf das große Ganze werfen", sagt er. Dann erledigen sich auch die gegenseitigen Vorurteile über Lehrer und Eltern.

 

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Cornelia Spitz

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