Felix Flaig nahm den Joseph-Haberer-Preis auch stellvertretend für Johannes Hebsacker entgegen, der bei der Preisverleihung durch OB Rupert Kubon per Handy zugeschaltet war. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

Stadt vergibt Josef-Haberer-Preis

VS-Villingen (bn). Zum vierten Mal wurde am Sonntagabend im Alten Rathaus der Joseph-Haberer-Preis für Schüler-Engagements für Demokratie und Toleranz verliehen. Johannes Hebsacker und Felix Flaig heißen die beiden Preisträger 2014. Den mit 300 Euro dotierten Preis sprach die Jury den ehemaligen St.-Ursula-Gymnasiasten für ihre "virtuellen Stolpersteine" aus.

"Das Projekt ist inhaltlich gut ausgebarbeitet, es enthält viel Material und zeigt eine intensive Beschäftigung mit der Geschichte jüdischer Familien im Dritten Reich", heißt es in der Begründung der Jury unter der Federführung des Stadtarchivs.

Besonders die Arbeit mit neuen Medien überzeugte, animierten sie doch besonders junge Menschen zur Teilhabe. Gemeint ist der QR-Code auf den mit Stadtwappen und Davidstern gekennzeichneten Aufklebern, die die beiden 19-Jährigen an den Regenrinnen der Häuser anbrachten, in denen jüdische Familien wohnten. Mit dem Smartphone eingescannt, führt er den Betrachter auf die Homepage (www.virtuelle­stolpersteine.wordpress.com), wo die Geschichte der Menschen ausführlich beschrieben wird.

OB Rupert Kubon konnte den Preis am Sonntag nur an Felix Flaig persönlich übergeben. Johannes Hebsacker war in Dortmund und per Handy zugeschaltet.

Für ihre Wettbewerbsarbeit "Gedenken und Erinnern für die Zukunft: Schüler setzen sich mit der NS-Vergangenheit auseinander" erhielt die Klasse 9f der Realschule am Deutenberg Büchergutscheine.