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Villingen-Schwenningen Einblick in eine nicht mehr fremde Welt

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Von Mareike Bloss

VS-Schwenningen. Pünktlich zum Weihnachtsfest schaute Oberbürgermeister Rupert Kubon gestern Nachmittag in der BEA auf dem Schwenninger Messegelände vorbei. Mit dabei: Zeit für das ein oder andere Gespräch mit den Flüchtlingen, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, Zeit für eine Tasse Tee, einen kurzen Friseurbesuch sowie jede Menge Kisten, vollgepackt mit frischem Obst.

Die ersten Wochen seien für alle Beteiligten schwierig gewesen, gibt Kubon zu, doch seit zwei Monaten sei eine "außerordentlich gute Zusammenarbeit" mit dem Regierungspräsidium und den Landesbehörden festzustellen. Seit dieser Woche zählt die Schwenninger Notunterkunft nur noch 250 Flüchtlinge – eine Zahl, die sich aber Anfang des kommenden Jahres zumindest kurzfristig wieder nach oben bewegen werde, berichtet Michael Scheuermann, Koordinator vom Regierungspräsidium.

Die gute Zusammenarbeit, sie werde ermöglicht durch eine Vielzahl an Einsatzkräften, die für das adäquate Zusammenleben zuständig sind: 26 Angestellte der Betreiber-Firma Campanet, fünf Diakonie-Mitarbeiter, zwölf Tages- und 14 Nachtschicht-Arbeiter des Sicherheitsdienstes Securitas, 50 Ehrenamtliche sowie rund 60 Flüchtlinge, die selber mitanpacken, um den Betrieb stemmen zu können.

So zeigt sich der Oberbürgermeister beeindruckt, als er den drei Mitarbeitern aus Afghanistan und Tunesien in der Wäschekammer einen Besuch abstattet. "Where are you from?", "Since when are you here?", "I have some fruits for you" – Kubon versucht stets, das Gespräch mit den Bewohnern aufnehmen.

Flüchtlinge packen selber tatkräftig mit an

Maher Ayoub ist Syrer und von Anfang an in der BEA mit dabei. Als Dolmetscher sei er ein wertvolles Bindeglied zwischen den arabisch sprechenden Flüchtlingen und den deutschen Mitarbeitern, berichtet Sabine Bollacher, Projektleiterin vom Regierungspräsidium. So hilft er auch beim Übersetzen, wenn Kubon einen Abstecher in die Kleiderkammer macht und seine Funktion als Bürgermeister erklärt. "Frohe Weihnachten", sagt er schließlich und geht weiter in den Kindergarten, wo sich die glücklichen Kinder auf die Mandarinen, die Kubon verteilt, stürzen. "Ich habe auch Orangen und Äpfel. Wer weiß, was Orangen sind?", fragt er.

Der positive Eindruck, den die Notunterkunft, die noch bis Ende März auf dem Messeareal bestehen wird, vermittelt, wird unterstützt von der Herzlichkeit, die die Flüchtlinge ihrem Gast zollen. Eine Tasse Tee beim Sprechcafé, dann eine weitere beim irakischen Friseur Mohammad Albarazanchi. Bei ihm wird sich Kubon später noch einen perfekten Festtags-Haarschnitt verpassen lassen – er habe vor Weihnachten sowieso noch zum Friseur gehen müssen.

Kubon sucht auch das Gespräch mit den hauptamtlichen Mitarbeitern. Besonders wichtig sei es, die Flüchtlinge nach ihrer Registrierung schnell auf den Landkreis aufzuteilen, meint Sabine Bollacher. Der Oberbürgermeister zeigt sich optimistisch: "Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist toll und eine erste wichtige Voraussetzung. Dann kriegen wir es auch hin, die Menschen längerfristig zu integrieren."

 
 

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